Volleyball Hachings Skladany - "Er konnte kaum gehen"

Tapfer: Hachings slowakischer Zuspieler Branislav Skladany spielte im Halbfinale trotz Verletzung weiter. Foto: sampics/augenklick

Hachings Zuspieler Branislav Skladany verletzte sich im entscheidenden Halbfinale gegen Moers – und spielte trotzdem weiter.  Glück für ihn und
die Mannschaft:  Er ist fürs Finale wieder fit

 

Uunterhaching - Branislav Skladany lächelte schüchtern in Richtung Haupttribüne, reckte kurz seine Trophäe, eine Zwei-Liter-Flasche Starkbier, in die Luft und stahl sich gleich wieder aus der Aufmerksamkeit. Am Mittwochabend wurde er zum besten Volleyballer beim 3:2-Erfolg von Generali Haching gegen den Moerser SC gewählt, es machte fast den Eindruck, als sei ihm diese Ehre unangenehm.

Sie hatte ihm jedenfalls zweifelsohne gebührt. Nicht nur, weil er als Zuspieler der Lenker des Hachinger Spiels und deswegen maßgeblich am Finaleinzug der Mannschaft von Trainer Mihai Paduretu beteiligt ist, sondern weil er sich im entscheidenden Spiel gegen Moers trotz akuter Verletzung durchbiss. Skladany war Anfang des ersten Viertels mit Mitspieler Denis Kaliberda zusammengestoßen und hatte sich am linken Fuß verletzt. „Eine richtig schwere Prellung”, sagt Trainer Mihai Paduretu. Nachdem die erste medizinische Diagnose einen Bruch ausschloss, wollte Skladany sofort zurück aufs Feld. „Er wollte es unbedingt probieren”, sagt Paduretu. Er ließ den slowakischen Nationalspieler gewähren – und ging dabei auch das Risiko in Form einer Verschlimmerung der Verletzung ein.

Am Donnerstag humpelte Skladany zum Arzt. „Er konnte kaum gehen”, sagt Paduretu. Die Sorge: Er könnte in der anstehenden Finalserie um die deutsche Meisterschaft fehlen. Aber Haching hat Glück: „Er wird drei bis fünf Tage ausfallen”, sagt Paduretu, „am Montag sollte er wieder ins Training einsteigen können.”

Dann wissen die Hachinger möglicherweise auch schon, wer ihr Gegner um den Meistertitel sein wird. Serienmeister Friedrichshafen liegt derzeit überraschenderweise in der Serie gegen Berlin mit 1:2 hinten, das Spiel am Sonntag findet in der Hauptstadt statt.

„Ich fliege nach Berlin und schaue mir das Spiel an”, sagt Paduretu. Ein Sieg der Mannschaft um die Ex-Hachinger Tomas Kmet, Paul Carroll und Roko Sikiric würde zumindest bedeuten, dass der kommende Meister ausnahmsweise nicht Friedrichshafen heißt. Eine Präferenz hat Paduretu allerdings nicht. Und möchte auch nicht über den Sieger mutmaßen. „Ich bin schlecht im Tipps abgeben. Ich spiele auch nie Lotto.” 

 

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