Volleyball-Bundesliga Haching schlägt zum Auftakt Meister

Max Günthör und Generali Haching sind auf Titelkurs. Foto: Gerlinde Irmscher

Hachings Volleyballer überzeugen, gewinnen gegen Friedrichshafen. „Besser kann man nicht starten”, sagt Manager Köck

 

Unterhaching - Besser hätten sie sich es selbst nicht ausmalen können: Die Volleyballer von Generali Haching, die endlich mal Meister werden wollen, haben zum Liga-Auftakt den Deutschen Meister VfB Friedrichshafen 3:1 (20:25, 25:21, 25:17, 25:20) geschlagen. Ein perfekter Saisonstart – obwohl das Team erst seit zwei Wochen komplett ist.


Die Nationalspieler kamen aufgrund der EM erst vor 14 Tagen dazu. Doch das merkte man dem Team von Trainer Mihai Paduretu gegen den Meister nicht an.

Gut, der erste Satz? Geschenkt. Aber vor allem im dritten Satz ging beim Meister gar nichts mehr. Bis auf 16:6 zog der Pokalsieger davon. Denis Kaliberda und die beiden Neu-Hachinger Fredy Shafranovich und Christian Dünnes punkteten nach Belieben. Zum besten Spieler der Partie wurde Branislav Skladany gewählt.

„Besser kann man nicht starten. Der Sieg gibt uns ein gutes Gefühl”, sagte Manager Josef Köck. Kein Wunder, dass hinterher gefeiert wurde. Für Hachings Nationalspieler und Rückkehrer Sebastian Prüsener, der von 1990 bis 1996 und von 2000 bis 2003 bereits in Unterhaching spielte, ging es mit Freundin Romy auf die Wiesn ins Hackerzelt. „Es war sensationell, dass wir gewonnen haben”, sagte Prüsener, ehe er realistisch ergänzte: „Friedrichshafen muss sich noch ein bisschen finden, die werden noch besser werden. Für uns war es gut, dass wir gleich am ersten Spieltag gegen sie ranmussten."

Prüsener ist Hachings neuer Libero und der Nachfolger von Ferdinand Tille. Lob für seine tolle Leistung schmetterte der 1,96 Meter lange Schlacks ab. „Die Mannschaft ist das Beste”, sagte Prüsener.
Auch Kapitän Max Günthör war glücklich über den Saisonbeginn: „Das war grandios. Wie wir gespielt haben, das hat nach der harten und kurzen Vorbereitung keiner erwartet. Wir können froh sein, die zwei Punkte zu haben.” Und weiter: „Es hat richtig Spaß gemacht. Wenn wir so weiterspielen, werden wir in der Saison noch sehr viel davon haben.”

Paduretu hätte nichts dagegen. Hachings Coach scherzte gegenüber der AZ: „Schade nur, dass wir nicht auf der Wiesn gespielt haben. Da hätten wir noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das ist das einzige, was ich vermisst habe. Nächstes Jahr werden wir hier in einem Zelt spielen. Dann wird es noch schöner.”

Der Rumäne war zufrieden mit der Leistung: „Was will man mehr? Gegen den Deutschen Meister gleich am Anfang der Saison zu gewinnen, das gibt natürlich viel Selbstvertrauen. Die Jungs haben toll gekämpft.” Dann fügte Paduretu hinzu: „Mit unseren Zuschauern, die wieder wie eine eins hinter uns standen, haben wir es geschafft. Es war ein schöner Nachmittag in Unterhaching.”

 

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