Viren und Trojaner wieder loswerden So schützen Sie Ihren Computer vor Malware

Für unvorsichtige Internetnutzer kann es im World Wide Web gefährlich werden. Viren, Würmer und Trojaner lauern überall. Wie man seinen Computer vor Malware schützen kann und diese bei Befall wieder loswird, erfahren Sie hier.

 

Im digitalen Zeitalter werden mehr und mehr Verbrechen über das Internet begangen. Diese Erfahrung musste Anfang des Jahres auch das Klinikum Arnsberg in Nordrhein-Westfalen machen. Cyber-Kriminelle hackten sich in das Computersystem des Krankenhauses ein, legten den Server lahm und forderten für die Freigabe des Rechners ein Lösegeld - eine digitale Geiselnahme sozusagen. Hackerangriffe mit Computerviren, Trojanern und Co. können jeden treffen. Was Sie tun können, um davor besser gewappnet zu sein, erfahren Sie hier.

Als erster Schritt, um sich vor Schadsoftware zu schützen, muss sich jeder Internetnutzer seines eigenen Surfverhaltens bewusst sein. Surft man auf halblegalen Streamingseiten, Pornoseiten oder dubiosen Downloadportalen, muss man sich über einen eingefangenen Virus nicht wundern. Auch im Mailverkehr ist Vorsicht geboten. Verdächtige Dateien oder Spam-Mails von Unbekannten sollten nie geöffnet werden, egal ob im Betreff "Mahnung" oder "Wichtig" steht.

Die besten Virenschutzprogramme

An einem Virenschutzprogramm führt aber kein Weg vorbei. Wer auf Nummer sicher gehen will und sich den Schutz des eigenen Computers auch etwas kosten lassen will, ist mit diesen ausgewählten Antivirenprogrammen gut beraten: Der Bitdefender Internet Security 2016 (49,95 Euro) war in einem aktuellen Test von Giga.de der Sieger. Aber auch Kaspersky Internet Security 2016 (39,95 Euro), Norton Security Deluxe (34,99 Euro), Emsisoft Internet Security (49,95 Euro) und G Data Internet Security (25,99 Euro) schnitten gut ab.

Guter Schutz muss aber nicht immer etwas kosten. Auch diese drei Freeware-Programme schneiden in diversen Tests mit guten Ergebnissen ab: Avira Free Antivirus, Avast! Free Antivirus und AVG AntiVirus Free.

Anti-Viren-Software aktualisieren

Hacker tüfteln stets an neuen Tricks die Sicherheitssysteme zu umgehen und liefern sich mit den Betreibern der Anti-Viren-Software ein ständiges Katz- und Mausspiel. Virenschutzprogramme sollten deshalb regelmäßig aktualisiert werden und so eingestellt werden, dass sie in festgelegten Abständen den kompletten Rechner überprüfen.

Malware erkennen und entfernen

Doch auch die genannten Programme bieten keinen 100%-igen Schutz, vor allem wenn der Internetnutzer unvorsichtig Links oder Dateien öffnet. Der Virenbefall macht sich aber meist schnell bemerkbar: Es öffnen sich zahllose Werbe-Popups im Browser, der Rechner fährt offenbar grundlos herunter oder arbeitet extrem langsam, unbekannte Programme öffnen sich oder neue Dateien und Ordner tauchen aus dem Nichts aus. Jetzt ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen.

Nach Virenbefall keine Panik! Foto:Shutterstock.com/Eva Vargyasi

In den meisten Fällen sind ein Anruf beim IT-Fachmann oder eine Formatierung des Computers nicht nötig. Sollte sich ein Schädling eingeschlichen haben, sind diese Programme zu empfehlen: AdwCleaner, AVG Anti-Virus, Kaspersky Rescue Disk, Malewarebytes Anti-Malware und Spybot - Search and Destroy. Mit diesen Tools lässt sich die Festplatte meist vollständig von Schädlingen reinigen.

Fazit

Kein Virenschutzprogramm ist unfehlbar. Aber wer darauf verzichtet, spielt mit dem Feuer. Sollten Sie also noch keinen Virenschutz auf ihrem Computer installiert haben und noch mit einem Browser ohne Anti-Viren-Software surfen, sollten Sie das umgehend nachholen.

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