Vierschanzentournee Martin Schmitt meldet sich zurück

Martin Schmitt ist wieder da, auf Richard Freitag und Severin Freund wartet dagegen viel Arbeit. Der Routinier war bester Deutscher in der Qualifikation zum ersten Springen.

 

Oberstdorf – Die deutschen Skispringer haben bei der Qualifikation zum Auftakt der 60. Vierschanzentournee in Oberstdorf das zuletzt gewohnte Bild auf den Kopf gestellt. Während Altmeister Schmitt (Furtwangen) als 13. für das beste Ergebnis des Deutschen Skiverbandes (DSV) sorgte, warfen die beiden Hoffnungsträger noch Fragen auf.

„Wir haben noch ein bisschen zu tun. Ich will trotzdem gut starten, das wird schon“, sagte Freund (Rastbüchl), der bei schwierigen Bedingungen schon nach 117,5 Metern landete und Platz 27 belegte. Sogar nur zum 42. Rang reichte es für den ebenfalls vorqualifizierten Freitag (Aue), der als „Strafe“ im K.o.-Wettkampf am Freitag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) auf den ehemaligen Tournee-Sieger Wolfgang Loitzl aus Österreich trifft.

„Mein Sprung war nicht so toll“, sagte der erst 20 Jahre alte Freitag, dem vor 6500 Zuschauern an der Schattenbergschanze keine runde Leistung gelang: „Ich hatte einen kleinen Fehler gleich am Schanzentisch. Da muss ich selbstkritisch sein. Ich schaue trotzdem optimistisch auf das Springen.“ Überraschend stark präsentierte sich dagegen Routinier Schmitt. Der 33-Jährige begann seine 16. Tournee nach bislang schwachem Saisonverlauf mit einem guten Sprung auf 125,5 Meter.

„Ich bin auf einem guten Weg, mache mir aber nichts vor. Ich weiß, dass ich weiter dran bleiben muss“, sagte Schmitt. Lob gab es auch von Bundestrainer Werner Schuster: „Das war ein ordentlicher Absprung und auch ein guter Flug. Das war ein Schritt nach vorn.“ Den weitesten Satz des Tages zeigte Weltcup-Spitzenreiter Andreas Kofler (Österreich), der bei 142,0 m landete. Dahinter folgten in Anders Bardal, Tom Hilde, Rune Velta und Vegard Haukö Sklett gleich vier Norweger.

„Auf die Norweger muss man aufpassen, die sind gut in Form“, sagte Freund. Viel Glück hatte Mitfavorit Simon Ammann (Schweiz), der als 37. den Traum vom Tourneesieg beinahe hätte begraben müssen. Ebenfalls qualifiziert sind die Deutschen Maximilian Mechler (Isny), Stephan Hocke (Schmiedefeld), Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Andreas Wank (Oberhof) und David Winkler (Winterberg). Eine Enttäuschung erlebte Michael Neumayer (Berchtesgaden), der auf 105,5 Meter abstürzte und am Freitag nicht dabei ist.

„Michael hatte keine Chance, er hatte den meisten Rückenwind von allen“, sagte Schuster: 'Das ist sehr sehr schade, denn er hat nicht viel falsch gemacht. Im Training hat er gute Leistungen gezeigt. Durchs Raster fielen auch Pascal Bodmer (Meßstetten), Daniel Wenig (Berchtesgaden) und Felix Schoft (Partenkirchen).

 

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