Vier Stars verpassen Achtelfinale Die Krankenakte des FC Bayern: So geht's Robben, Coman, Neuer und Tolisso

Das derzeit verletzte Quartett der Münchner (v.l.): Arjen Robben, Kingsley Coman, Manuel Neuer und Corentin Tolisso. Foto: Rauchensteiner/firo/Augenklick

In Arjen Robben, Kingsley Coman, Manuel Neuer und Corentin Tolisso fehlen vier Münchner Profis verletzt bei der Champions-League-Reise nach Istanbul. Die AZ erklärt die Comebackpläne

München - Nach dem Hinspiel des FC Bayern gegen Besiktas Istanbul hatte Arjen Robben Mühe, seine Emotionen einigermaßen im Zaum zu halten. "Jedes Wort ist eines zu viel", sagte der 34-Jährige – und dann doch mehr, als er wollte: "Das sind die Spiele, für die man lebt. Das sind die Sahnehäubchen. Und wenn du dann nicht spielst, ist das eine schmerzhafte Geschichte." Robben konnte und wollte seine Enttäuschung darüber, dass er nicht in der Startelf gestanden hatte, nicht verbergen. Daran änderte auch nichts, dass er bei dem 5:0-Sieg als Erster und bereits in der 44. Minute eingewechselt worden war.

Dass sein Trainer Jupp Heynckes nun beschloss, ihn bei der Dienstreise zum Rückspiel in der Türkei (hier geht's zum AZ-Liveticker) erst gar nicht zu berücksichtigen, sollte Robben dagegen verschmerzen können. Er dürfte entspannt zu Hause auf dem Sofa verfolgt haben, wie seine Mannschaftskollegen um den ohnehin bereits schon so gut wie sicheren Einzug ins Viertelfinale der Champions League spielten.

Als "Vorsichtsmaßnahme" ordnete Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der von einem "zwickenden Nerv" sprach, Robbens Absenz ein. "Wenn es unbedingt hätte sein müssen, hätte er spielen können", sagte Heynckes und ergänzte: "Ich bin da sehr vorsichtig. Es bringt nichts, wenn er sich eine Muskelverletzung zuziehen würde." Deshalb habe er nach Rücksprache mit Klubarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth entschieden, dass Robben nicht mit nach Istanbul fliegen solle. Er sei eben "ein vorsichtiger Trainer bei Verletzungen". Das unterscheidet Heynckes von seinen in diesen Belangen ungeduldigen Vorgängern Carlo Ancelotti und vor allem Pep Guardiola. Beiden konnte es stets nicht schnell genug gehen, bis sie die verletzten Spieler wieder einsetzen konnten.

Zu tun gibt es in der medizinischen Abteilung derzeit mal wieder deutlich mehr, als es den Bayern lieb sein dürfte. Kingsley Coman kämpft nach einem Syndesmosebandriss am rechten Sprunggelenk gegen das drohende Saisonaus. Bei optimalem Heilungsverlauf hofft der Franzose noch darauf, ab Ende April wieder auf den Platz zurückzukehren, den Bayern bei der Triple-Jagd zu helfen und im Anschluss mit Frankreich an der WM teilnehmen zu können. Sein Landsmann Corentin Tolisso hat sich, wie der Klub mitteilte, am Wochenende beim 6:0 gegen den Hamburger SV eine "schwere Prellung der Weichteile des rechten Schienbeins knapp oberhalb des Sprunggelenks zugezogen". Wie lange er ausfallen wird, kommunizierte Bayern bislang nicht. Ein Comeback Anfang April nach der Länderspielpause scheint aber durchaus realistisch.

Darauf hofft zumindest auch Manuel Neuer, der nach seinem bereits dritten Mittelfußbruch schon seit September ausfällt. "Es wäre wünschenswert, dass er gesund wird und Anfang April spielen kann", sagte Heynckes nun. "Auf einem sehr guten Weg", wähnte kürzlich bereits Karl-Heinz Rummenigge den Nationaltorhüter. "Auch mental macht er einen guten Eindruck. Wir sind alle optimistisch, dass er noch in dieser Saison wieder für den FC Bayern spielt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayern. Dann stünde nichts im Wege, dass Neuer "auch bei der Weltmeisterschaft wieder im Tor steht".

Bei zwei Mittelfeld-Stars geht es hingegen aufwärts. Thiago kommt nach seinem Muskelteilriss im Oberschenkel immer besser in Form. Und auch James Rodríguez gehörte nach Wadenproblemen in Istanbul wieder zum Kader.

 

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