Freude in Kreuth: Der Deutsche Alpenverein hat die kleine Gemeinde zu Bayerns viertem Bergsteigerdorf ernannt. Es geht um gesunden Tourismus, Natur- und Traditionsverbundenheit.

Kreuth – Die südlich des Tegernsees gelegene Gemeinde Kreuth wird Bayerns viertes Bergsteigerdorf. Kreuth erfülle alle Kriterien, um ins Netzwerk der Bergsteigerdörfer aufgenommen zu werden, teilte der Deutsche Alpenverein (DAV) am Donnerstag mit. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Kreuth einen weiteren tatkräftigen Unterstützer der Philosophie der Bergsteigerdörfer im Bund haben", sagte DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher. Kreuth setze durch seine klare Ausrichtung auf Naturtourismus sowie den Erhalt von Tradition und Brauchtum ein wichtiges Zeichen in einer ansonsten durch schnelllebigen Tagestourismus geprägten Region.

Offiziell erhält der Ort die Auszeichnung erst im Frühjahr 2018. Bergsteigerdörfer sind kleine Gemeinden im Alpenraum, die ihre Entwicklung auf sanften Tourismus und Naturschutz ausgelegt haben. Die Initiative wurde 2005 vom Österreichischen Alpenverein ins Leben gerufen. Inzwischen sind auch die Alpenvereine in Deutschland, Südtirol und Slowenien dabei. In Österreich gibt es derzeit 20 Bergsteigerdörfer, in Deutschland drei, in Südtirol eines. Slowenien bekommt 2018 das erste Bergsteigerdorf.


Ideal für Münchner Bergfans: Kreuth liegt südlich des Tegernsees im Herzen des Mangfallgebirges, rund 60 Kilometer südlich der Landeshauptstadt. Foto: Gemeinde Kreuth

Die Bergsteigerdörfer im Überblick

Deutschland:

Österreich:

Südtirol: