"Viel Blut, es floss viel Blut" Fünf Tote bei Zug-Unglück in Philadelphia

In Philadelphia ereignete sich gestern ein schweres Zugunglück mit fünf Toten und dutzenden Verletzten. Foto: dpa

Erst gab es einen Knall, dann taumelte der Zug hin und her und schließlich entgleiste er. Ein Zugunglück in Philadelphia hat fünf Menschen das Leben gekostet. Ein Augenzeige: "Es gab viel Chaos... viel Blut, es floss viel Blut."

 

Philadelphia - Ein Zugunglück nahe der US-Stadt Philadelphia hat mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Sieben Waggons des Zugs der Gesellschaft Amtrak entgleisten in der Nacht auf dem Weg zwischen Washington und New York.

Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden, sagte Bürgermeister Michael Nutter örtlichen Medien zufolge auf einer eilig einberufenen nächtlichen Pressekonferenz. Er beschrieb die Szene am Unfallort als "totales, katastrophales Durcheinander".

Das US-Fernsehen zeigte Bilder von Rettungsmannschaften, die Menschen aus entgleisten Waggons und Trümmern zogen. Mindestens sechs Menschen seien ernsthaft verletzt worden, hieß es. Die Verletzten wurden in örtlichen Krankenhäusern versorgt. 

Mehrere Waggons des Zugs der Gesellschaft Amtrak entgleisten in der Nacht zum Mittwoch auf dem Weg zwischen Washington und New York. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden, sagte Bürgermeister Michael Nutter örtlichen Medien zufolge.

Er beschrieb die Szene am Unfallort als "totales, katastrophales Durcheinander". Das US-Fernsehen zeigte Bilder von Rettungsmannschaften, die Menschen aus entgleisten Waggons und Trümmern zogen. Mindestens sechs Menschen seien ernsthaft verletzt worden, hieß es.

Augenzeuge Patrick Murphy twitterte Bilder aus dem Inneren des Zuges. Darauf ist zu sehen, wie Rettungskräfte Eingeklemmten helfen. Dem Sender WPVI sagte Murphy: "Ich hörte einen Knall oder so etwas in der Art." Dann sei der Zug hin und her getaumelt und entgleist: "Es gab viel Chaos... viel Blut, es floss viel Blut."

Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar: "Wir wissen nicht, was hier passiert ist. Wir wissen nicht, warum es passiert ist", sagte Nutter.

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht.

Neben den Rettungskräften waren sowohl Ermittler der Transportsicherheitsbehörde NTSB als auch der Bundespolizei FBI vor Ort. An Bord des Zuges waren den Angaben zufolge 238 Passagiere und 5 Bahnmitarbeiter. Die meisten konnten sich selbst aus dem Wrack befreien, indem sie aus den Zugfenstern kletterten, wie der Sender CNN berichtete. Andere mussten von Rettungskräften mit schwerem Gerät herausgeschnitten werden. Rettungskräfte in orangefarbenen Sicherheitswesten suchten die Waggons mit Taschenlampen nach Opfern ab. Ob noch jemand vermisst wurde, war unklar.

Alle Züge zwischen Philadelphia und New York wurden bis auf weiteres gestrichen.

Nach Angaben des US-Senders CNN starben im Jahr 1943 bei einem Bahnunglück an der gleichen Stelle 79 Menschen.

Die ersten Bilder sehen Sie in unserer Bildergalerie.

 

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