Video "gegen Fremdenhass" Nationalteam setzt Zeichen für Flüchtlinge

Gegen Fremdenhass: Boateng, Gündogan, Schweinsteiger, Özil und Kroos (von links). Foto: www.dfb.de

Auch die deutsche Nationalelf bezieht Position gegen Hass, Aggression und Gewalt und äußert sich ganz klar "Gegen Fremdenhass". Boateng und Co. werben in dem Video für ein weltoffenes Deutschland.

 

Frankfurt/Main - Die deutschen Fußball-Weltmeister setzen ein Zeichen der Solidarität für die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen.

In einem Video beziehen die Nationalspieler angeführt von Kapitän Bastian Schweinsteiger Position gegen Hass, Aggression und Gewalt sowie für ein weltoffenes Deutschland.

"Das Thema ist nicht erst seit gestern wichtig für uns - und es ist klar, dass wir da ein Zeichen setzen wollen", sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Polen.

"Es ist für uns eine Pflicht, da Stellung zu beziehen. Als eines der reichsten Länder der Welt sollte Deutschland helfen", sagte Toni Kroos zur aktuellen Flüchtlingsproblematik.

Das Flüchtlings-Thema gehe auch an der Nationalmannschaft nicht vorbei, meinte Bayern-Spieler Thomas Müller. Es sei "schockierend, wenn Menschen in einem LKW ersticken", erinnerte Müller an den schrecklichen Tod von mehr als 70 Flüchtlingen in Österreich. Man müsse Lösungen finden, den Leuten zu helfen.

In dem kurzen Spot präsentieren fünf Akteure zunächst einzeln Plakate: Schweinsteiger "für Hilfsbereitschaft", Jerome Boateng "für Respekt", Ilkay Gündogan "für Integration", Mesut Özil "für Weltoffenheit" und Toni Kroos "für Fairplay".

Anschließend ist das Quintett gemeinsam zu sehen, auf den Tafeln steht nun: "Gegen Gewalt und Fremdenhass."

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Bierhoff sprach von einer "gesamtgesellschaftlichen Herausforderung" und verwies auf Aktionen des DFB. So würden über die Egidius-Braun-Stiftung 600.000 Euro für die Aktion "1:0 für Willkommen" gesammelt.

Am kommenden Mittwoch wird eine von Präsident Wolfgang Niersbach angeführte DFB-Delegation eine Unterkunft der Christlichen Flüchtlingshilfe Egelsbach in Hessen besuchen. Die Verbandsspitze will sich beim Besuch der SG Egelsbach stellvertretend bei den vielen Vereinen in Deutschland bedanken, die Flüchtlingen Fußballangebote machen, wie der DFB am Mittwoch mitteilte.

 

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