Verwaltungszentrale in der Au Ohlmüllerstraße: Paulaner ist wieder dahoam

Die AZ hat sich die neue Paulaner-Verwaltung angeschaut - die Bilder zum Durchklicken. Foto: Daniel von Loeper

Die neue Verwaltung der Paulaner-Brauerei an der Ohlmüllerstraße ist fertig. Das ehemalige Zacherlbräu ist jetzt ein modernes Bürogebäude. Die AZ hat sich umgesehen.

 

Wenn man die grauverputzte, hoch aufragende Fassade mit den geschosshohen Fenstern sieht, würde man nicht auf die Idee kommen, dass das Gebäude an der Ohlmüllerstraße 42 eines mit großer Tradition ist: Und doch ist der Ort, an dem jetzt die neue Verwaltungs-Zentrale der Paulaner Brauerei steht, der gleiche, an dem auch das erste kaiserlich patentierte Salvator gebraut wurde.

Hier stand früher die Zacherl’sche Bierbrauerei. Mit dem Umzug der Verwaltung aus der Hochstraße in die Ohlmüllerstraße kehrt Paulaner also zu seinen Wurzeln zurück. "Jetzt sind wir wieder da, wo wir herkommen. Man hat das Gefühl, man ist wieder dahoam", sagt Chef Andreas Steinfatt.

Nach zwei Jahren Bauzeit sind 270 Mitarbeiter (insgesamt sollen es 330 werden) am 12. Dezember in das neue Verwaltungsgebäude eingezogen. Die Kosten für den vom Münchner Architekturbüro Hierl entworfenen Neubau liegen im zweistelligen Millionenbereich.

Schreibtische, Kantine, Innenhof – und eine Optik wie ein Bierfass

Dafür bekommen die Mitarbeiter auf drei Etagen ihre eigenen höhenverstellbaren Schreibtische, eine Kantine, die "Esszimmer" genannt wird, und gleich nebenan einen großzügigen Innenhof. Hier soll noch ein Biergarten entstehen, damit man im Sommer seine Mittagspause auch draußen verbringen kann. Die Schirmständer sind schon mal fest verankert.


Paulaner-Chef Andreas Steinfatt in den modernen Büroräumen. Foto: Daniel von Loeper

Nobel schaut es aus im neuen Paulaner-Gebäude, auf dem Boden liegt dicker Teppich, für den Schallschutz. Trotz aller Moderne hat man sich bei der Materialauswahl auf die Brauerei besonnen: In Anlehnung an ein Bierfass sind viele Elemente, etwa an den Treppen, in schwarzem Stahl und Eichenholz gehalten. "Schnitzereien oder sowas, das hätte nicht mehr gepasst. Wir wollten es schlicht, aber trotzdem schön", fasst Steinfatt zusammen. Auch die denkmalgeschützten Bereiche wurden integriert.

Während die Verwaltung also schon unter einem Dach arbeitet, geht es in den umliegenden Straßen erst los: Heuer sollen die Arbeiten der Bayerischen Hausbau beginnen, die auf dem Areal der alten Paulaner-Brauerei 1500 Wohnungen plant.

Der Paulaner Salvator-Preis

Zum ersten Mal vergibt Paulaner den mit 80 000 Euro dotierten Salvator-Förderpreis. Er soll eine Anschubfinanzierung für besondere gesellschaftliche Projekte sein. Das Motto lautet „Türen öffnen“: Gesucht werden dabei Ideen, die helfen, isolierte Menschen wieder in die Gesellschaft zurückzuholen – zum Beispiel durch Deutschkurse oder ein Hobby-Projekt, bei dem sich Gleichgesinnte zusammenfinden. Mitmachen dürfen sowohl soziale Einrichtungen als auch Unternehmen oder Privatpersonen. Ideen kann man bis 8. März unter www.paulaner-salvator-preis.de einreichen.

 

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