Zwischen Picasso und Pornodarsteller Helmut Kirmaier: Das ist der verrückteste Steckbrief

Kandidiert mit diesem Foto aus jungen Jahren in seinem Steckbrief für den Verwaltungsrat des TSV 1860: Helmut Kirmaier. Foto: tsv1860.org

Am 22. Juli findet die Mitgliederversammlung des TSV 1860 statt. Nun haben die Löwen die Steckbriefe der Kandidaten für den Verwaltungsrat veröffentlicht. Ein alter Bekannter führt dabei einen seiner früheren Jobs auf – als Pornodarsteller.

München - Helmut Kirmaier und der TSV 1860 – diese Geschichte erhält im Vorfeld der Verwaltungsratswahl auf der Mitgliederversammlung der Löwen am 22. Juli im Zenith eine Fortsetzung. Ausgerechnet jener Mann, der wegen diverser Satzungsbrüche gegen die Sechzger klagte und daher bei den Vereinsbossen gelinde gesagt keine allzu große Wertschätzung genießt, möchte in den Verwaltungsrat einziehen.

Wie die restlichen vorgeschlagenen Kandidaten auch hat Kirmaier dazu einen Steckbrief ausgefüllt – Kirmaiers Ausführungen unterscheiden sich in einem Punkt allerdings gänzlich von den Beschreibungen der restlichen Anwärter: Er nimmt sich offensichtlich selbst auf's Korn.

Helmut Kirmaier: Zwischen Picasso und Pornodarsteller

"Zwischen meiner Ausbildung im graphischen Gewerbe und meiner jetzigen Tätigkeit, hatte ich wie Picasso verschiedene Schaffensperioden", vergleicht sich der "Freiberufler" mit dem spanischen Künstler Pablo Picasso.

Der Höhepunkt: Kirmaier schreibt von einer Vergangenheit als Pornodarsteller. "Ich spielte auch in diversen Pornofilmen mit. Ich schämte mich deswegen nie, was ja auch für die Produktion schlecht gewesen wäre." Was den Verwaltungsrats-Anwärter - um es im Jargon des horizontalen Gewerbes auszudrücken - dabei geritten hat, ist unklar.

Kirmaiers Ziele: Rückkehr in den Profifußball und Satzung verändern

Seine Ziele? "Dass es nie wieder zu einer 'Causa Kirmaier' kommt, indem man persönliche Eitelkeiten sowie die kollektive Ignoranz und Arroganz vieler Gremien schon im Vorfeld unterbindet. Der Verein soll sich gegenüber seinen Mitgliedern offen präsentieren."

Sechzig sei ein Arbeiterverein, in dem jeder die Satzung verstehen müsse. Als Arbeitsschwerpunkte bezeichnet er die schnellstmögliche Rückkehr des "Flaggschiff des Vereins, die 1. Mannschaft der Fußballabteilung" in den Profifußball.

Dazu hat das 1860-Mitglied ein Foto eingesendet, das ihn als Jugendlichen unter dem Straßenschildchen der "Kirmaierstraße" zeigt. Ob Kirmaier mit diesem Profil bei den Sechzger-Mitgliedern große Erfolgaussichten hat?

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