Vertrag bis Sommer 2018 Offiziell: Jupp Heynckes wird Bayern-Trainer!

, aktualisiert am 06.10.2017 - 16:45 Uhr
Jupp Heynckes soll aus dem Ruhestand zum FC Bayern zurückkehren. Foto: dpa

Jetzt steht der vierten Amtszeit von Jupp Heynckes beim FC Bayern München nichts mehr im Wege. Am Freitag haben die Bayern den Deal offiziell gemacht.

 

München - Jupp Heynckes wird neuer Trainer, löst damit Carlo Ancelotti ab und übernimmt den Verein mit sofortiger Wirkung bis zum Saisonende. Das gaben die Bayern am Freitag offiziell bekannt. Der 72-Jährige erhält einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison (30. Juni 2018). Spekulationen zufolge soll danach der aktuelle Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann übernehmen.

Heynckes: "Bayern ist eine Herzensangelegenheit für mich"

Schon am Donnerstag bestätigte Heynckes, dass es zu Gesprächen zwischen ihm und den Bayern-Bossen gekommen sei. "Ich wäre zu keinem anderen Verein der Welt zurückgekehrt, aber der FC Bayern München ist eine Herzensangelegenheit für mich", so Heynckes nach der offiziellen Bekanntgabe. "Mein Trainerteam und ich werden nun alles daransetzen, dass die Mannschaft den Fans bald wieder erfolgreichen Fußball präsentieren wird. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe." (Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zur Heynckes-Rückkehr: Das war's noch nicht!)

Hermann und Gerland unterstützen Heynckes

Heynckes möchte seine vierte Amtszeit in München mit alten Weggefährten angehen: Peter Hermann, aktuell noch Co-Trainer bei Fortuna Düsseldorf, wird sein neuer Assistent. Einem kicker-Bericht zufolge soll der Zweitliga-Tabellenführer für die vorzeitige Freigabe Hermanns ein Freundschaftsspiel mit Garantiesumme erhalten – eine solche Einigung bestätigte die Fortuna bisher allerdings nicht. Natürlich wird auch eine Ablöse fällig sein – Hermanns Vertrag bei der Fortuna wäre noch bis 2018 gelaufen. Offizielle Zahlen zur Ablöse gibt es noch nicht – die BILD berichtet allerdings von 1,75 Millionen Euro, die die Münchner an Düsseldorf zahlen.

Fortunas Vorstands-Boss Robert Schäfer zum Hermann-Abgang: "Die Verhandlungen mit dem FC Bayern München waren fair und konstruktiv. Wir haben ein Ergebnis erzielt, mit dem alle Seiten zufrieden sein können." Chefcoach Friedhelm Funkel erklärte: "Auch wenn ich es sehr bedauere, dass Peter Hermann unser Trainerteam verlässt, kann ich seinen Wunsch verstehen. Er wurde von seinem Freund Jupp Heynckes kontaktiert und möchte ihm helfen. Unsere Saisonziele werden sich dadurch nicht ändern."

Hermann hatte am Morgen betont, dass er schweren Herzens um die Freigabe gebeten hatte. "Es fällt mir sehr, sehr schwer. Aber mich verbindet mit Jupp Heynckes sehr viel und ich möchte ihm den Gefallen tun. Ich habe ihm viel zu verdanken und möchte ihm etwas zurückgeben", hatte er erklärt.

Vorstellung und erstes Training am Montag

Daneben steht Heynckes auch Hermann Gerland zur Seite. Der "Tiger" ist seit Sommer der Leiter im neuen Nachwuchsleistungszentrum der Bayern. Nach dem Heynckes-Engagement wird Gerland wieder seine bisherige Tätigkeit aufnehmen. Am Montag erfolgt die offzielle Vorstellung von Heynckes und seinem neuen (alten) Trainerteam, das erste Training unter Heynckes soll direkt danach stattfinden.

"Zwischen Jupp Heynckes und dem FC Bayern besteht ein großes Vertrauensverhältnis. Das haben auch die Gespräche, die Uli Hoeneß, Hasan Salihamidžić und ich nun geführt haben, wieder gezeigt. Wir sind Jupp sehr dankbar, dass er uns als Cheftrainer zugesagt hat. Er ist zum jetzigen Zeitpunkt der ideale Trainer für den FC Bayern", so Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Auch Sportdirektor Hasan Salihamidžić äußerte sich am Freitag zur Neuverpflichtung: "Jupp Heynckes ist ein Meister in Sachen Menschenführung und Taktik. Wir sind überzeugt davon, dass er genau der richtige Mann ist, um die Mannschaft in der aktuellen Situation wieder zum Erfolg zu führen und um unsere Ziele zu erreichen."

Gemeinsam mit Hermann und Gerland holte Heynckes in der Saison 2012/13 das Triple. Schon zuvor war der 72-Jährige zweimal für den FC Bayern als Trainer tätig ('87-'91, '09).

Glückwünsche von Thomas Tuchel

Eine Rückkehr von Heynckes hatte nach dem Ancelotti-Aus wohl niemand so wirklich auf dem Schirm. Stattdessen standen vielmehr die Namen Julian Nagelsmann und vor allem Thomas Tuchel im Raum. Tuchel galt als Wunschkandidat von Rummenigge. Am Ende kam es wohl zu keiner Einigung – und Heynckes übernahm das Traineramt.

Kurz nach der offiziellen Bekanntegabe des Deals, äußerte sich Tuchel trotz allem via Twitter, wie der folgende Eintrag zeigt. Der ehemalige Dortmund-Coach wünscht seinem Trainer-Kollegen alles Gute.

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