Der Wechsel von Jérôme Boateng zu Paris Saint Germain ist geplatzt. Dafür soll der Sportdirektor der Franzosen verantwortlich sein.

München – Jérôme Boateng bleibt beim FC Bayern. Das Transferfenster ist seit Freitag geschlossen, Wechsel sind nun erst wieder im Winter möglich.

Doch weshalb scheiterte der Wechsel vom Innenverteidiger zu Paris Saint Germain? Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll eine einzelne Person dafür verantwortlich sein: der Sportdirektor der Franzosen, Antero Henrique.

Gemeinsam mit Ex-Dortmund-Trainer Thomas Tuchel, der seit dieser Saison beim Hauptstadtklub unter Vertrag steht, soll sich Henrique schon im Juni erstmals mit Boateng getroffen haben, um über einen möglichen Wechsel zu sprechen, und habe dem FC Bayern dann signalisiert, Boateng holen zu wollen.

Paris Saint Germain ließ FC Bayern zappeln

Aber erst in der letzten Woche habe er einem Treffen mit Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic zugestimmt und den Münchnern versichert, ihnen am nächsten Tag ein Angebot für den Nationalspieler unterbreiten zu wollen. Den Worten seien aber keine Taten gefolgt, er habe die Bayern weiter zappeln lassen.

Enttäuscht von Henriques Verhalten sollen die Bayern-Bosse einem Wechsel daraufhin eine Absage erteilt haben – auch weil er statt der geforderten 50 Millionen lediglich 40 Millionen Euro bot.

Vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (lesen Sie hier den Live-Ticker) äußerte sich Salihamidzic bei "Sky" ebenfalls zur Thematik. Er sagte: "Wenn ein Spieler wechselt, müssen viele Sachen passen. Der Klub muss wollen, der Spieler muss wollen und vor allem der andere Klub. Das haben wir nicht gespürt. Wir haben Gespräche geführt mit Karl-Heinz Rummenigge und Jérôme, aber Jérôme hat es genau wie wir wahrgenommen. Die Taktik auf der anderen Seite war unlogisch."

Anders als Jérôme Boateng wechselte der Spanier Juan Bernat am Deadline Day nach Paris. Medienberichten zufolge soll die Ablöse 15 Millionen Euro betragen.

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