Versuchter Mord? "Lausitz-Luder" Natalie Langer vor Gericht

Natalie Langer, Moderatorin und ehemalige "Big Brother"-Teilnehmerin, in einem Verhandlungssaal des Berliner Landgerichts. Sie muss sie sich unter anderem wegen Unfallflucht und versuchten Mordes verantworten. Foto: dpa

Natalie Langer zeigte gerne ihre Brüste, was ihr bei "Big Brother" einst den Spitznamen "Lausitz-Luder" einbrachte. Seit Montag steht sie in Berlin vor Gericht, angeklagt wegen versuchten Mordes durch Unterlassen.

 

Berlin - Für den Prozess sind bislang sieben Verhandlungstage angesetzt, das Urteil soll am 2. Mai gesprochen werden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll Natalie Langer am 26. Juni 2013 betrunken einen Mann angefahren und Fahrerflucht begangen haben.

Das Dilemma: Wäre der schwerverletzte Berliner nicht von anderen Autofahrern gefunden worden, wäre er gestorben. Der 50-Jährige erlitt bei dem Zusammenprall ein Schädelhirntrauma und mehrere Frakturen.

Die 34-jährige Beschuldigte - 2004 saß sie leichtbekleidet im "Big Brother"-Haus - berief sich zu Prozessbeginn, sie habe keine Erinnerung. Alkohol habe sie vor dem Unfall getrunken. Sie könne nicht sagen, wie sie nach Hause gekommen ist.

Wegen Vortäuschens einer Straftat ist auch ihr damaliger Verlobter Stefan K. angeklagt.

Zeugen berichten, dass die Moderatorin an jenem Abend kaum noch laufen konnte und betrunken ins Auto eingestiegen sein soll, sie habe in einem Club kaum noch laufen können, sei auf Händen und Füßen gekrochen und habe obszöne Gesten gemacht.

Die Staatsanwaltschaft ist sicher, dass Natalie Langer trotz ihrer massiven Alkoholisierung den ganzen Abend über mit ihrem geleasten Mercedes C 200 fuhr. Kurz vor 6.00 Uhr erfasste sie laut Anklage mit dem rechten Kotflügel den Berufskraftfahrer, der gerade an seinem LKW-Anhänger auf der Straße arbeitete. Dann soll Langer von der Unfallstelle geflüchtet sein, das Opfer ließ sie offenbar liegen. 

Ihr Verlobter habe sie davon abgehakten, zur Polizei zu gehen, die Erinnerungslücken, die Ursache der Dellen am Auto zu klären. Stefan K. wollte sich der Sache annehmen, der 43-Jährige brachte das Fahrzeug ins polnische Stettin. Dort hat er den Wagen laut Anklage weiter demoliert und ihn an einer Straße geparkt – in der Hoffnung, er werde geklaut. Natalie Langer meldete den Wagen dann als gestohlen.

 

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