Versicherungsvergleich Zufriedenheit und Sicherheit: Lebensversicherungen im AZ-Check

Das Finanzmagazin Euro hat insgesamt 78 Lebensversicherer in ganz Deutschland getestet. Die AZ stellt sie Ihnen bereits jetzt vor. Foto: dpa/Euro

Welche Anbieter halten, was sie versprechen, mit wem die Kunden am meisten zufrieden sind und wer die größte Sicherheit bietet – die AZ hat sich die neuesten Ergebnisse angesehen und stellt sie vor.

 

Trotz Niedrigzinsen und Eurokrise: Die gute alte Lebensversicherung gehört immer noch zu den beliebtesten Altersvorsorgen in Deutschland. Anbieter gibt es viele, den richtigen zu finden ist nicht ganz einfach – denn die Materie, mit der sich die Versicherer befassen ist schwierig und für einen Laien nur schwer durchschaubar.

Das Finanzmagazin Euro hat insgesamt 78 Lebensversicherer in ganz Deutschland getestet – die Ergebnisse werden in der Märzausgabe veröffentlicht. Die AZ stellt Sie Ihnen bereits jetzt vor:

Der Gewinner

Nur ein einziger Anbieter schneidet beim aktuellen Test insgesamt mit „sehr gut“ ab: „Europa“. Dieser Versicherer bekommt in drei der vier Testkriterien ein „sehr gut“, lediglich bei der Bestandssicherheit wird er insgesamt mit „gut“ bewertet.

Damit verdrängt „Europa“ die „Allianz“ vom Spitzenplatz – der Branchenprimus war in den vergangenen zwei Jahren beim Test der Finanzzeitschrift immer auf dem ersten Platz gelandet. Die „Allianz“ rutscht aktuell von einem „sehr gut“ auf ein „gut“ und nimmt Platz zwei der Tabelle ein.

Weitere Ergebnisse

Im Vergleich zu den Vorjahren hat es unter den Top-Five weitere Veränderungen gegeben: Die „Hannoversche“ rutscht von Platz vier auf Platz drei. Den größten Sprung nach vorne macht „Targo“: Sie klettert von Rang 43 auf 4 und für „Debeka“ geht es nach unten – von vier auf fünf.

Die Testkriterien

Während die meisten Versicherungstests vor allem die Rendite für den Verbraucher unter die Lupe nehmen, sieht sich „Euro“ das Gesamtpaket an. Der Test zielt vor allem darauf ab, ob eine Lebensversicherungsgesellschaft auch das hält, was sie verspricht. Die Studie stützt sich dabei unter anderem auf Daten, die die Versicherungsgesellschaften an die Finanzaufsicht „Bafin“ im Jahr 2013 übermittelt haben. Folgende vier Testkriterien sind in die Bewertung geflossen:

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  • Finanzkraft: Ein guter Versicherer muss über eine stabile Finanzkraft verfügen. Salopp ausgedrückt: Sie brauchen Reserven, um auch in Krisenzeiten flüssig genug zu sein, um ihren Kunden das auszuzahlen, was ihnen zusteht.
  • Performance: Das sind das die Leistungen, mit denen ein Kunde rechnen können. Die Performance ist die Maßgröße für die Erfolgsbeurteilung einer Kapital-Anlage, heißt: Sie zeigt, was dem Kunden unterm Strich bleibt – nach Abzug von Zinsen und Kosten.
  • Kundenzufriedenheit: Wie zufrieden Kunden mit ihrem Versicherer sind, wurde unter anderem daran gemessen, wieviele Beschwerde es gab und wie hoch die sogenannte Frühstornoquote war. Diese Quote kann laut „Euro“ ein Hinweis darauf sein, wie gut ein Unternehmen berät. Denn wer seinen Versicherungs-Vertrag vorzeitig kündigt, hat in der Regel nicht das bekommen, was er eigentlich erwartet hat.
  • Bestandssicherheit: Dieses Kriterium bewertet – einfach ausgedrückt – wie nachhaltig ein Versicherer wirtschaftet und wie die Bestände des Unternehmens sich entwickeln.

Die Tabelle

Die Tabelle zeigt der Reihenfolge nach die besten Lebensversicherer von Platz 1 bis Platz 50. Bei den einzelnen Testkriterien steht in Klammern die Prozentzahl, mit der sie in das Gesamtergebnis eingeflossen sind. So macht zum Beispiel die Kundenzufriedenheit genau zehn Prozent des Gesamtergebnisses aus.

 

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