Verliehener Nationalspieler Gnabry: Erst in Hoffenheim glänzen - dann bei Bayern

Einspielen für den FC Bayern: Gnabry weiß, wo er hinwill Foto: imago/Jan Huebner

U21-Europameister und Bayern-Leihgabe Serge Gnabry will in dieser Saison mit 1899 Hoffenheim für Furore sorgen. Die Zeit danach hat der 22-Jährige aber schon fest im Blick.

Sinsheim - Serge Gnabrys erste Prüfung beim zweiten neuen Klub in diesem Sommer ging alles andere als geräuschlos über die Bühne. "Die Neuen haben singen müssen", sagte der 22-Jährige von 1899 Hoffenheim im ZDF-Interview. Seine Interpretation des Rap-Songs "Juicy" von Notorious B.I.G. war wohl "okay", wie Gnabry selbst empfand. Sein Leih-Wechsel in den beschaulichen Kraichgau belegt, dass er sonst keine großen Töne spuckt.

Gnabry: Deshalb zog er sofort weiter nach Hoffenheim

Ganz bewusst entschied sich Gnabry nach der vergangenen Saison, für acht Millionen Euro zu Bayern München zu wechseln. Da der Rekordmeister aber (noch) eine Nummer zu groß sein könnte, zog der Ex-Bremer sofort weiter nach Hoffenheim. Um Spielpraxis zu sammeln, um sich zu empfehlen. "Ich will einfach spielen. Man weiß, dass beim FC Bayern der Kader natürlich etwas anders ist als bei anderen Vereinen", sagte der Deutsch-Ivorer, den die Aussicht auf internationale Spiele beim Bundesliga-Vierten reizt: "Es ist natürlich immer ein Plus. Jeder Spieler träumt davon, international zu spielen - Europa League, und natürlich das Highlight die Champions League."

In der Champions-League-Qualifikation spielt Gnabry gegen den FC Liverpool

Das Rückspiel in der Qualifikation zur Königsklasse am Mittwoch kommender Woche (20.45/ZDF und Sky) beim großen FC Liverpool soll nicht das letzte Highlight sein. Über die Partie an der Anfield Road konnte der frühere England-Legionär (FC Arsenal) berichten, "dass es dort richtig abgeht, wenn die ihr Lied "You'll never walk alone" singen", sagte Gnabry dem kicker: "Aber das macht schon sehr viel Spaß, in so einem Hexenkessel zu spielen."

Gnabry: "Ich fühle mich als Teil des FC Bayern"

Mit den Bayern werden die großen Arenen Europas dann irgendwann zum Standardprogramm gehören. "Ich habe beim FC Bayern unterschrieben und habe mir das gründlich überlegt", sagte der Offensivspieler, der in München bis 2020 unterschrieben hatte: "Von daher fühle ich mich natürlich als Teil des FC Bayern. Ob das diese Saison ist oder nächste, macht für mich keinen Unterschied. Ich weiß, wo mein Weg in den nächsten Jahren hinführen soll."

Gnabry in Hoffenheim: Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten?

Aber erst einmal eine Saison Hoffenheim. Bei der TSG soll Gnabry sofort Verantwortung übernehmen. "Er kann uns sehr viel helfen. Er hat ein unglaubliches Tempo, sehr gute Abschlussqualität und ist sehr variabel einsetzbar", sagte Trainer Julian Nagelsmann. Hoffenheims Manager Alexander Rosen hofft auf eine "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten. "Die Bayern bekommen hoffentlich einen top-ausgebildeten Spieler zurück, uns kann er bei der Mehrfachbelastung ganz entscheidend helfen, und Serge hat jetzt bei der TSG doch größere Einsatzchancen als beim FC Bayern", sagte er.

 

3 Kommentare

Kommentieren

  1. null