Wechselt Jérôme Boateng nun doch noch vom FC Bayern zu Paris Saint-Germain? Medienberichten zufolge bereitet der französische Meister ein neues Angebot für den Innenverteidiger vor, doch die Zeit läuft.

München - Bleibt er oder geht er? Seit Wochen wird über einen Abgang von Jérôme Boateng vom FC Bayern spekuliert, Paris Saint-Germain gilt als Top-Favorit auf eine Verpflichtung. Wie die "Bild" berichtet, bereitet der Klub von Thomas Tuchel ein neues Angebot für den Innenverteidiger vor.

Dem Bericht zufolge gab es bereits am Montag vergangener Woche ein Treffen zwischen Hasan Salihamidzic und Antero Henrique, den Sportdirektoren beider Vereine. Anfang dieser Woche wollen die Verantwortlichen von PSG über ein neues Angebot für Boateng beraten.

Noch hakt es allerdings an der Ablöse: Der FC Bayern fordert 50 Millionen Euro. Ein Preis, der für Paris nach der Verpflichtung von Thilo Kehrer (kam zuletzt für 37 Millionen Euro vom FC Schalke) und der in diesem Sommer fälligen Ablöse für Mega-Talent Kylian Mbappé (145 Millionen) aufgrund der Financial-Fairplay-Regularien der UEFA nur schwer zu stemmen ist. Den bisherigen Ausgaben von insgesamt 182 Millionen Euro stehen aktuell lediglich Einnahmen von insgesamt 65 Millionen Euro gegenüber.

Gerücht: Draxler im Tausch für Boateng zu Bayern?

Eine Möglichkeit, um die Ablöse für Boateng zu drücken, wäre allerdings ein Tauschgeschäft. Am Sonntag berichtete der "kicker", dass Paris Julian Draxler im Gegenzug für Boateng nach München ziehen lassen würde. Der deutsche Nationalspieler könnte bei den Bayern Kingsley Coman, der nach einem Syndesmosebandriss aus dem Spiel gegen Hoffenheim rund drei Monate ausfallen wird, ersetzen. Dessen Berater Roger Wittmann dementierte die Gerüchte gegenüber "Sport1". "Klar bleibt Julian in Paris", so Wittmann. Auch der Spieler habe demnach kein Interesse an einem Wechsel nach München.

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Beim FC Bayern herrscht ohnehin Uneinigkeit über die Zukunft von Boateng. Während Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß den Nationalspieler gerne von der Gehaltsliste streichen würden, setzten sich seine Mitspieler in den letzten Wochen immer wieder für einen Verbleib des Weltmeisters von 2014 ein. Auch Trainer Niko Kovac hätte den gebürtigen Berliner in der kommenden Saison gerne weiter in seinen Reihen und ließ in sowohl beim Pokalsieg gegen Drochtersen-Assel als auch zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim von Beginn an ran. Nach dem Sieg gegen die Kraichgauer betonte der Kroate erneut, mit seinem Personal in der Innenverteidigung zufrieden zu sein. "Drei Weltklasse-Innenverteidiger! Ich wäre sehr froh, wenn ich diese drei Spieler weiter hätte und uns keiner mehr verlässt", sagte der Bayern-Coach.

Lange wird sich Kovac die Gerüchte ohnehin nicht mehr anhören müssen: Das Transferfenster schließt am kommenden Freitag, bis dahin wird es eine Entscheidung geben. Ob zu seinem Wohlwollen oder nicht.

Im Video: Bayern-Stars sprechen sich für Boateng-Verbleib aus