Aufforderung an Ismaik? Investorenstreit: TSV 1860 "begrüßt Veränderungen"

, aktualisiert am 18.11.2017 - 13:45 Uhr
Nach den sich widersprechenden Aussagen von Gerhard Mey (rechts) und Hasan Ismaik, zeigt sich der TSV 1860 überrascht. Foto: sampics/Augenklick/AZ

Nach den jüngsten Diskussionen um Anteile des TSV 1860 zwischen dem Münchner Unternehmer Gerhard Mey und Investor Hasan Ismaik, zeigt sich der Klub selbst "überrascht". 

 

München - Der Münchner Investor Gerhard Mey prescht vor, 1860-Investor Hasan Ismaik dementiert, nun sahen sich die Löwen gezwungen, zu den Ankündigungen und Versprechungen der Männer eine Stellungnahme abzugeben. Und sie zeigen sich irritiert. 

"Überrascht nehmen wir als Gesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zur Kenntnis, dass unser Mitgesellschafter laut einer von ihm veröffentlichten Meldung in den sozialen Medien „seit Monaten mit einer herausragenden Münchner Persönlichkeit in sehr guten Gesprächen“ sei und „demnächst Vollzug melden“ sowie „mit dieser Person einen Neuanfang zum Wohle des TSV 1860 starten“ wolle", heißt es in einer Mitteilung, die der Verein am Samstag veröffentlichte. 

"Von etwaigen Verhandlungen – mit wem auch immer – haben wir keine Kenntnis", teilten die Giesinger weiter mit. Ismaik hatte eine Kooperation angekündigt, ohne Details zu nennen: "Dass es mir um 1860 sehr ernst ist, beweist allein die Tatsache, dass ich seit Monaten mit einer herausragenden Münchner Persönlichkeit in sehr guten Gesprächen bin", schrieb der Investor bei Facebook.

Verein begrüßt "Veränderungen in der Gesellschafterstruktur"

Zwar betonte das Präsidium, Verhandlungen zwischen dem Gesellschafter und möglichen Kaufinteressenten nicht kommentieren zu wollen, allerdings sickert durch, dass der Verein nicht abgeneigt ist, würde Ismaik seine Anteile verkaufen: "Grundsätzlich" begrüße man aber Veränderungen in der Gesellschafterstruktur, "wenn diese dazu dienen, die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA wirtschaftlich zukunftsfähig zu machen und den bestmöglichen sportlichen Erfolg zu garantieren".

Der Münchner Unternehmer Gerhard Mey hatte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung überraschend berichtet, dass Ismaik seine Anteile am abgestürzten Traditionsverein "ohne Wenn und Aber" verkaufen wolle.

Der schwerreiche Jordanier hatte sich daraufhin via Facebook geäußert und dementiert, dass er seine Anteile verkaufen wolle. "Falsch ist, dass ich auch nur ansatzweise daran denke, mich beim TSV 1860 zurückzuziehen", schrieb er, bestätigte jedoch Gespräche mit Mey. 

Wer welche Anteile am TSV 1860 besitzt, übernimmt oder verkauft - das alles wird sich in den nächsten Monaten klären. 

 

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