Vergewaltigung Roman Polanskis Anwalt will Fall schließen

Roman Polanski: Wird der Fall bald ein Ende haben? Foto: ddp images/Newscom

Roman Polanskis Anwalt will den Missbrauchsfall um den Regisseur vorantreiben. In Kalifornien hat er einen Antrag gestellt, um seinen Klienten in den USA vertreten zu dürfen.

 

Los Angeles - Neues im Missbrauchsskandal um Roman Polanski (81, "Der Gott des Gemetzels"): Der Anwalt Alan M. Dershowitz hat am Montag in Verbindung mit einem Gericht in Los Angeles einen Antrag gestellt, in dem er um Erlaubnis bittet, Polanski als Klienten in Kalifornien vertreten zu dürfen. Das berichtet jetzt die "New York Times". Dies könne demnach der finale Schritt dahingehend sein, den Polanski-Fall ein für alle Mal zu beenden. Der Regisseur war aus den USA geflohen, bevor er 1978 für Unzucht mit einer Minderjährigen verurteilt werden konnte.

In dem Schreiben würden Staatsanwälte beschuldigt, falsche Informationen geliefert zu haben, um den Versuch einer Auslieferung Polanskis aus Polen zu erreichen. Des Weiteren fordert der Anwalt in dem Antrag eine neue Gerichtssitzung mit dem Ziel, den Fall zu schließen. Es gebe neue Zeugenaussagen, laut derer ein Richter 2009 nicht ganz fair gehandelt haben soll: Er soll unethische Anliegen im Zusammenhang mit dem Polanski-Fall gehabt haben. Außerdem soll er den geheimen Plan verfolgt haben, Polanski zumindest kurz ins Gefängnis zu bringen.

Die Anschuldigung gegen Regisseur Polanski geht bis ins Jahr 1977 zurück. Damals war er beschuldigt worden, ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Nach einer Verständigung im Strafverfahren war er dann aber nur für "außerehelichen Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen" verurteilt worden.

 

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