Rettungseinsatz in Großpienzenau Sechs-Stunden-Drama um gestürzte Kuh endet tödlich

Sechs Stunden lang kämpften zahlreiche Hilfskräfte in Großpienzenau in der Gemeinde Weyarn um die Rettung einer 500 Kilogramm schweren Kuh, die in eine Odelgrube gestürzt war. Die Bilder der dramatischen Aktion. Foto: Thomas Gaulke

Die Helfer kämpfen sechs Stunden lang um die Rettung einer Kuh - und am Ende ist alles vergeblich: In Großpienzenau in der Gemeinde Weyarn muss die Polizei nach mehreren gescheiterten Rettungsversuchen eine Kuh erschießen, die in eine Odelgrube gefallen war.

 

Großpienzenau - Dramatische Rettungsaktion ohne Happy End in Großpienzenau/Gemeinde Weyarn: Nachdem am Mittwochnachmittag die Kuh eines 52-jährigen Landwirts in eine Odelgrube gestürzt war, bemühten sich private Helfer, Feuerwehren und Tierärzte bis gegen 23 Uhr vergeblich um die Rettung des Tieres.

Wie die Polizei berichtete, konnte die Kuh trotz wiederholter Versuche durch den engen und dunklen Schacht nicht geborgen werden. Da es zwei anwesenden Tierärzten nicht gelang, die Kuh zu betäuben und weitere Rettungsversuche zu riskant waren, wurde das Tier von seinem Leiden erlöst und erschossen.

Kuh stürzt nach Rangelei mit anderer Küh in Odelgrube 

Die 500 Kilogramm schwere Kuh war nach einer Rangelei auf dem Heimweg von der Weide möglicherweise in Folge einer Rangelei mit Artgenossen durch eine nur einen Quadratmeter große Öffnung in eine vier Meter tiefe Odelgrube gestürzt.

Die rund einen Meter hoch stehende Flüssigkeit dämpfte wohl den Aufprall, so dass das eingeschlossene Tier den Sturz ohne sichtbare Verletzungen überstand und in der Brühe herumwatete. Zu Beginn der Rettungsmaßnahmen pumpten die Retter mit Hilfe mehrerer Odelfässer von benachbarten Landwirten die Flüssigkeit bis auf etwa 30 Zentimeter ab, anschließend belüftete die Feuerwehr die Grube.

Kuh in Odelgrube: Ohne Betäbung keine Rettung

Ein umgehend verständigter Tierarzt stieg - mit Spritzschutzanzug und Atemschutz ausgerüstet - über eine Leiter zu dem Tier herunter, um eine Betäubungsspritze zu setzen. Die gestresste Kuh senkte aber sofort den Kopf und ging in Angriffsposition - die Helfer mussten sich zurückziehen.

Auch die drei von einer später eingetroffenenTierärztin abgefeuerten Betäubungspfeile zeigten keine Wirkung, weil der Adrenalinpegel der zwei Jahre alten Kuh wohl weit über Normalmaß angestiegen war. Aber: Ohne Betäubung keine Rettung.

So entschlossen sich die Beteiligten, das Tier von seinen Qualen zu erlösen, und die Polizei erschoss die Kuh mit einem G3-Gewehr. Alle Beteiligten waren sich letztlich einig, über etliche Stunden hinweg alles versucht zu haben, das Leben des Tieres zu erhalten. 

 

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