Vergabe der Presseplätze NSU-Prozess: „Hürriyet“ lobt Solidarität der deutschen Presse

Die Schlagzeile "Türkische Presse nicht erwünscht" war am 27.03.2013 vor einem Kiosk in Düsseldorf auf der türkischen Tageszeitung Hürriyet zu sehen. Foto: Daniel Naupold, dpa

Das umstrittene Akkreditierungsverfahrens beim NSU-Prozess sorgt weiter für riesigen Wirbel in Deutschland und der Türkei. Der „Hürriyet“-Chefredakteur lobt nun aber die Solidarität der deutschen Presse.

 

München -  Der Chefredakteur der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ zeigt sich im Fall des umstrittenen Akkreditierungsverfahrens beim NSU-Prozess gelassen.

„Die Solidarität der deutschen Presse bedeutet mir gerade bei dieser Sache mehr als unsere persönliche Anwesenheit im Gerichtssaal“, sagte Enis Berberoglu der „Welt“ (Dienstagausgabe).

Es gehe darum, Solidarität mit den Opfern zu zeigen. „Mich beeindruckt es sehr, mit welcher Ernsthaftigkeit die deutsche Presse versucht, die Hintergründe dieser Morde aufzudecken“, betonte der 57-Jährige.

Dennoch prüfe seine Zeitung eine Verfassungsklage gegen die Platzvergabe, wie sie die türkische Tageszeitung „Sabah“ am Montag eingereicht hat.

„Wir überlegen es uns. Wir wollen erst die Erfolgsaussichten prüfen“, sagte Berberoglu.

 

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