Verdacht auf Untreue Ermittlungen gegen Ex-EnBW-Manager

Wegen Russlandgeschäften ermittelt die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen sieben teils ehemalige Führungskräfte des drittgrößten deutschen Stromkonzerns EnBW.

 

Mannheim/Karlsruhe - Die Mannheimer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Russlandgeschäften des drittgrößten deutschen Stromkonzerns gegen sieben EnBW-Führungskräfte, die teils schon aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.

Darunter seien Ex-Vorstandsmitglieder, nicht aber der jetzige EnBW-Chef Hans-Peter Villis, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Peter Lintz. Nach Angaben der Behörde vom Freitag wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Untreue zum Nachteil der EnBW eingeleitet. Es gebe "konkrete Anhaltspunkte" für Straftaten, so Lintz.

Hintergrund sind Verträge mit einem russischen Lobbyisten. Die EnBW mit Sitz in Karlsruhe streitet sich mit diesem vor Schiedsgerichten um insgesamt 120 Millionen Euro. Laut Staatsanwaltschaft Mannheim geht es um zu Unrecht geltend gemachte Betriebsausgaben in Steuererklärungen der EnBW, Vorauszahlungen ohne Leistungen und um "in wirtschaftlicher Hinsicht nicht nachvollziehbare Verträge, bei denen der Vertragspartner und der Leistungsempfänger nicht eindeutig feststellbar" seien. Der EnBW soll dadurch ein Vermögensnachteil entstanden sein.

 

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