Verbrechen in der Altstadt Feuerteufel vom Viktualienmarkt geschnappt

An dieser Stelle stand das durch das Feuer völlig zerstörte Standl. markt-Mitarbeiter untersuchen den Brandort. Foto: R. Huber

Kurz vor und nach Weihnachten letzten Jahres beunruhigten Brandstiftungen die Bewohner der Altstadt - unter anderem wurde ein Pilzstandl am dem Markt zerstört.

 

Altstadt - Zwei Mal brannte es an Standln am Markt: Am 22. und am 28. Dezember (AZ berichtete). Beim ersten Mal erloschen die Flammen von selbst wieder, beim zweiten Mal wurde das Schwammerl-Standl komplett zerstört.

Vom Brandstifter fehlte zunächst jede Spur.

Aber dann bewiesen die Münchner Brandfahnder Spürsinn. Sie hatten einen 29-Jährigen aus dem Kosovo festgenommen, der nach langem Leugnen zugab, ebenfalls im Dezember ein Feuer in der Baaderstraße (Sachschaden: 40 000 Euro) gelegt zu haben. Als Grund gab er seine Obdachlosigkeit und Mittellosigkeit an, die ihn in eine psychische Ausnahmesituation gebracht hätten.

Wegen der örtlichen und zeitlichen Nähe und einem persönlichen Bezug des 29-Jährigen prüfte das Kommissariat 13 einen Zusammenhang zu den Bränden am Viktualienmarkt. Nach anfänglichem Leugnen gab der 29-Jährige zu, auch diese Brände am 22. und 28. Dezember gelegt zu haben.

Dem 29-Jährigen konnte zudem eine weitere Brandstiftung am Mitte Juni 2012 in der Hochstraße in München nachgewiesen werden. Dabei war in einem Appartement im Bereich eines Schlafsofas ein Brand gelegt worden.

Es wurde die gesamte Wohnungseinrichtung durch den Brand zerstört. Durch den Brand und Rußniederschläge entstand ein Schaden von ebenfalls ca. 40.000 Euro. Auch in diesen Fällen verwies der Festgenommene auf seine psychische Ausnahmesituation und seine hohe Frustration.

Der 29-Jährige kam in Haft in die JVA Stadelheim.

 

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