Veränderungen beim TSV 1860 Wer kommt, wer geht? - So planen die Löwen für die 3. Liga

(Neu-)Löwen in der Schwebe: Michael Görlitz könnte gehen, Christian Köppel soll verlängern, Stefan Lex kommen (von links). Foto: sampics/Augenklick, Rauchensteiner/Augenklick, imago/Stefan Bösl

Löwen-Leader Timo Gebhart könnte den TSV 1860 verlassen – und auch bei weiteren Profis steht eine Entscheidung an. Denn die Zeit drängt.

München - Antreten, Löwen! Am Mittwoch kamen die Entscheider des TSV 1860 zusammen.

Nicht die Vereinsbosse um Präsident Robert Reisinger und die Vertreter von Investor Hasan Ismaik, um zu klären, ob die kürzlich vom Oberlöwen angesprochenen 3,856 Millionen Euro Alt-Darlehen tatsächlich für eine Etaterhöhung und Neu-Löwen für die Dritte Liga verwendet werden. Vielmehr trafen sich Trainer Daniel Bierofka, Sportchef Günther Gorenzel und Chefscout Jürgen Jung. Strategiesitzung!

"Wir entscheiden, wie es aus sportlicher Sicht weitergeht", erklärte Gorenzel der AZ: "Wir planen mit 24 Feldspielern plus den Torhütern, zudem gilt es nach wie vor zu klären, ob es mit der U21 weitergeführt werden kann."

Aus sportlicher Sicht lieferte der 46-Jährige einen Überblick, wer in Liga drei mit an Bord sein wird – und erklärte mit klaren Worten, dass auch ein Löwen-Leader und ein zweitligaerfahrener Routinier gehen könnten.

Die AZ zeigt, um welche Spieler es geht.

Die Schwergewichte

Löwen-Leader Timo Gebhart und der einzige Winter-Neulöwe Michael Görlitz – zwei technisch beschlagene und höherklassig erfahrene Profis. Und doch zwei Spieler, deren Zukunft auf Giesings Höhen auf der Kippe steht. Eine Klausel zur automatischen Vertragsverlängerung hat bei beiden mangels genügend Einsätzen nicht gegriffen. "Bei Timo ist es so: Rein theoretisch hat er eine sehr hohe Qualität für die Dritte Liga", so Gorenzel, "doch die konnte er wegen seiner Verletzungen seit September leider nicht mehr auf den Platz bringen können."

Nun müsse man abwägen, wann er wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sei und ob eine weitere Zusammenarbeit "Sinn ergibt". Gebhart selbst deutete bei Instagram seinen Abschied an: "Zeiten ändern sich", schrieb er dort unter ein Bild, das ihn beim Torjubel zeigt.

Während Gebhart Identifikationsfigur ist und seine Klasse zu Beginn der Saison unter Beweis stellen konnte, kam Görlitz nie wirklich bei 1860 an. Gorenzel dazu: "Ich denke, da haben sich beide Seiten etwas anderes vorgestellt." Eine Görlitz-Zukunft sehe er nur "unter anderen wirtschaftlichen Voraussetzungen", sprich: weniger Gehalt oder einen leistungsbezogenen Vertrag.

Die Aufstiegshelden

Simon Seferings, Christian Köppel und Eric Weeger stehen vor Verlängerungen. Gorenzel: "Bei Simon haben wir eine Einigung erzielt, bei Christian und Eric gibt es noch einige Dinge zu klären, aber ich gehe von einer Einigung aus." Die restlichen Junglöwen um Torhüter Marco Hiller und Kapitän Felix Weber haben allesamt noch Verträge.

Die Drittliga-Verstärkungen

Stefan Lex, Adriano Grimaldi, Quirin Moll – die Namen sind längst bekannt. Sechzig will, die Spieler wollen – doch das Geld fehlt. Auch Wehen Wiesbadens Kevin Pezzoni wird gehandelt, ist nach AZ-Informationen aber nicht erste Wahl. Nachdem Bierofka und Gorenzel kürzlich Alarm geschlagen haben, muss wohl bis Ende der Woche eine Entscheidung her.

Der Sportchef bezüglich Sechzigs Chancen in der 3. Liga: "Es ist unbestritten, dass diese Transfers eine enorme Tragweite für den Verein haben können." Sollte es tatsächlich wegen den Machtkämpfen der Vereinsoberen schief gehen, stünde den Sechzgern nach dem entstandenen Hype und der legendären Aufstiegssause weiter Ärger ins Haus, anstatt die Kräfte zu bündeln: Gorenzel über Sechzigs Streithähne: "Ich würde das Vertrauen in gewisse Personen verlieren."

Hier gibt's mehr News vom TSV 1860

 

12 Kommentare

Kommentieren

  1. null