Urteil gegen Isolationshaft gefallen Massenmörder Breivik fühlt sich einsam

Tötete 77 Menschen und wurde dafür zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt: Anders Behring Breivik Foto: dpa

Ein Gericht in Oslo hat Anders Behring Breivik im Prozess um seine Haftbedingungen zum Teil recht gegeben. Der Massenmörder hatte gegen eine zu lang andauernde Isolationshaft geklagt.

 

Oslo - Der 77-fache Massenmörder wird das Urteil per Fax im Gefängnis erhalten. Im Prozess um seine Haftbedingungen hat Anders Behring Breivik vor einem Osloer Gericht teilweise Recht bekommen.

Breivik hatte den Staat verklagt und behauptet, Norwegen würde die Menschenrechte verletzen, da er in Isolationshaft leben muss."Die Haftbedingungen von Anders Behring Breivik stellten eine Verletzung der Menschenrechtskonvention, Artikel 3, dar", teilte das Gericht am Mittwoch mit. Wegen seiner Isolationshaft hatte Breivik gegen den norwegischen Staat geklagt.

"Entscheidende Faktoren waren die Länge der Isolation, eine mangelhafte Begründung, begrenzte Klagemöglichkeiten und zu wenige ausgleichende Maßnahmen", hieß es im Urteil.

In Bezug auf Artikel 8 der Konvention habe sich der Staat dagegen nichts zu schulden kommen lassen. Breivik hatte es im Prozess unter anderem als unmenschlich bezeichnet, dass er kaum Kontakt zur Außenwelt habe.

Der Norweger hatte im Juli 2011 bei Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet. Dafür hatte ihn ein Gericht zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt.

 

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