Urteil gefallen Gefängnis! König Felipes Schwager muss in den Knast

Spaniens Infantin Cristina (re.) und ihr Ehemann Inaki Urdangarin sowie Königin Letizia (vorne) und König Felipe von Spanien. Foto: dpa

Das Oberste Gericht in Madrid hat eine langjährige Haftstrafe für den Schwager von König Felipe bestätigt. Iñaki Urdangarín muss fünf Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. 

Der frühere Handballer wurde bereits im Februar 2017 von einem Gericht auf Mallorca zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Grund: Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern, Geldwäsche, Urkundenfälschung und Betrug. Seine Anwälte legten Berufung ein.

Jetzt beschloss das Madrider "Tribunal Supremo", dass der 50-jährige Ehemann von Infantin Cristina für fünf Jahre und zehn Monate einsitzen muss. In einer ersten Reaktion sagte ein Sprecher des Königshauses der Deutschen Presse-Agentur, man habe "absolutes Respekt" für die Entscheidung der Justiz.

Auch Felipes Schwester Cristina stand vor Gericht

Cristina war Co-Präsidentin einer der Firmen ihres Gatten und der Beihilfe zum Steuerbetrug bezichtigt worden, sie wurde aber im Prozess in Palma freigesprochen. Sie ist die jüngere der beiden Schwestern von Felipe (50) und die Nummer sechs in der Thronfolge. Cristina war die erste nahe Verwandte eines spanischen Königs, die vor Gericht kam.

Seit der Zuspitzung der Finanzaffäre vor mehr als vier Jahren hat das Ehepaar Urdangarin derweil kaum noch Kontakt zum Königshaus. Die beiden wurden nicht nur von allen offiziellen Terminen der "Casa Real" gestrichen, auch privat soll man auf Distanz gegangen sein.

Das Paar lebt mit den vier Kindern - drei Jungs und ein Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 - ohnehin seit fünf Jahren nicht mehr in Spanien, sondern in einer luxuriösen 12-Zimmer-Wohnung im Zentrum von Genf.

 

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