Urteil des Amtsgerichts Trickbetrügerin (23) muss lange ins Gefängnis

Immer mehr Münchner Senioren werden Opfer von Enkeltrickbetrügern. Foto: imago

Zweieinhalb Jahre Haft ohne Bewährung: So lautet das Urteil gegen eine 23 Jahre alte Frau. Sie wollte als Geldabholerin für Trickbetrüger fungieren.

 

München - Die Geschichte dieses Trickbetrugs begann am 18. Mai. Ein unbekannter Mann rief einen 67-jährigen Münchner an und gab sich als dessen Bekannter „Siegmund“ aus. Der 67-Jährige erkannte jedoch, dass es sich bei dem Anruf um einen Betrugsversuch handelte und verständigte die Polizei. Im Telefongespräch hatte der Unbekannte von dem 67-Jährigen für einen Immobilienkauf 37.500 Euro gefordert.

Der Münchner ging zum Schein auf die Forderung des Anrufers ein und bot ihm 10.000 Euro an. Außerdem schlug er vor, zu seiner Hausbank zu gehen, um für ihn noch mehrere Goldmünzen aus seinem dortigen Schließfach zu holen. Aufgrund eines anderweitigen Termins, begab sich der 67-Jährige für eine Zeitlang außer Haus. Er erhielt jedoch nach seiner Rückkehr weitere Anrufe der Täter, die glaubten, er wäre bei seiner Hausbank gewesen. Im weiteren Tatverlauf gaben sie sich sogar als Kriminalpolizei aus und kontrollierten auf diese Weise mehrfach, ob er auch die Wahrheit erzählt.

Schließlich vereinbarten die Täter und ihr Opfer, dass sich eine Abholerin zum Haus des 67-Jährigen begibt und dort das Bargeld und die Münzen in Empfang nimmt. Noch im nahen Umfeld des Wohnsitzes des 67-Jährigen in München-Harthof konnte eine 23- jährige polnische Abholerin von der Polizei festgenommen werden.

Das Amtsgericht München verurteilte die 23-Jährige am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung.

 

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