Urabstimmung von 2. bis 9. November Gibt es in München weiter ein Semesterticket?

Die Abstimmung über das neue Semesterticket läuft vom 2. bis zum 9. November Foto: az

Am Mittwoch beginnt die Urabstimmung über das neue Semesterticket. Entschieden wird darüber, ob der von Studentenvertretern und MVV ausgehandelte Vorschlag angenommen werden soll.

 

München - Noch bis zum 9. November können alle Münchner Studentinnen und Studenten darüber abstimmen, ob sie mit der vorliegenden Regelung zum Semesterticket zufrieden sind oder nicht. Ausgehandelt wurde der Vorschlag zwischen Studentenvertretern und dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). Die Online-Abstimmung beginnt am heutigen Mittwoch.

Darum geht es:

Der MVV wollte 26 Prozent mehr, die Studierenden boten lediglich gut 5 Prozent mehr - die Situation war mehr als verfahren. Nach einem jahrelangen Verhandlungsmarathon haben sich jetzt beide Seiten doch auf einen Kompromiss geeinigt, auch dank der Stadt München, die zwischen den Konfliktparteien vermittelte.

Ab dem Sommersemester 2017 müssen nun alle Studierenden einen verpflichtenden Solidarbeitrag von 66,50 Euro statt wie bisher 62,50 Euro im Halbjahr zahlen. Mit diesem Ticket können sie abends und nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen - ob sie das wollen oder nicht.

All diejenigen, die vom Studentenwohnheim auch zur Uni fahren wollen, müssen noch einmal 193 Euro drauflegen und können dann mit dem Semsterticket auch tagsüber das Gesamtnetz befahren. Damit steigen die Preise für dem Sockelbeitrag um 6,4 Prozent und für die IsarCard Semester um 22,5 Prozent.

Diese Regelung soll dann für fünf Jahre gelten und ab 2018 lediglich einmal pro Jahr wie alle Fahrkarten im Rahmen der Tarifanpassung des MVV verändert werden.

2013 wurde das Münchner Modell des Semestertickets als Pilotprojekt eingeführt. Vielleicht auch weil der verpflichtende Solidarbeitrag alleine nicht keine wirkliche Mobilität ermöglicht, lag die Kaufquote der freiwilligen Erweiterung in den letzten Semestern bei ca. 75 Prozent. Insbesondere an der TU mit ihren teils weit vom Stadtzentrum entfernt liegenden Standorten wurde die Idee begeistert angenommen, während Studenten der LMU dem Vorschlag deutlich skeptischer gegenüberstehen.

So läuft die Abstimmung ab:

Alle Studierenden der LMU, TU und HM wurden per Email zu einer Online-Abstimmung aufgerufen, deren Ergebnis bindend sein soll. Allerings: Mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten müssen ihre Stimme abgegeben haben und an allen drei Hochschulen muss der Vorschlag eine einfache Mehrheit bekommen, sonst gilt der Vorschlag als abgelehnt und das Semesterticket wird zum Sommerhalbjahr 2017 abgeschafft. Was davon die größere Hürde sein wird, zeigt sich nach dem 9. November.

 

1 Kommentar