Untragbare Zustände Isar-Müll: OB droht mit Müllabfuhr-Boykott

Hinterlassenschaften, die aufregen: "Das sind keine Saubären, sondern richtige Drecksäcke." Foto: Sigi Müller

Seit Wochen diskutiert ganz München über die Müll-Massen am Isarufer, doch eine Besserung ist nicht in Sicht. Jetzt droht Oberbürgermeister Reiter den Party-Schmutzfinken.

 

München – Egal, wie sehr sich Politiker und Münchner aufregen: Die Dreckberge an öffentlichen Plätzen wie dem Isarufer oder dem Englischen Garten werden immer schlimmer. Sobald das Wetter gut ist, strömen tausende auf die Wiese oder an den Strand, um zu feiern und die Sonne zu genießen. Wenn sie dann wieder abziehen, bleiben gigantische Müllberge zurück.

 

 

Müllabfuhr soll Isarufer ignorieren

Im Kampf gegen diese ekligen, stinkenden Massen, greift Oberbürgermeister Dieter Reiter jetzt zu ungewöhnlichen Methoden: Er droht, den Müll an der Isar künftig einfach nicht mehr entsorgen zu lassen. Der OB hofft, dass die Sonnenanbeter dadurch dann genötigt werden, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, statt ihn einfach liegen zu lassen.

 

Der Englische Garten fällt zwar nicht in den Zuständigkeitsbereich der Landeshauptstadt, sondern in den des Freistaats, die Probleme sind dennoch die gleichen wie an der Isar. OB Reiter sieht daher auch beim Englischen Garten Potential für eine entsprechende Drohung durch das Land Bayern.

 

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OB Reiter will Ihre Meinung hören

Darüber hinaus ist Reiter allerdings auch für Vorschläge von den Münchnern und Münchnerinnen offen. Wir fragen daher: Was würden Sie, liebe AZ-Leser, als geeignete Maßnahme gegen die Müll-Flut empfehlen? Haben sie neue Vorschläge, stimmen Sie dem Oberbürgermeister zu oder halten sie die Drohung für überzogen? Wir freuen uns auf Ihre Antworten in den Kommentaren unter diesem Artikel und auf unserer Facebook-Seite.

 

 

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