Ungererstraße in Schwabing Verfolgungsjagd! Auto-Dieb nach 50 Minuten gestoppt

Fast eine Stunde dauerte die wilde Verfolgungsjagd, dann wurde der Mazda gestoppt. Foto: Polizei

Es begann ganz harmlos - Beamte der Polizeiinspektion 13 wollten am Sonntagfrüh in der Ungererstraße einen Mazda mit österreichischer Zulassung kontrollieren. Dann wurde es turbulent.

 

Schwabing - Der Fahrer hielt zunächst an, gab aber, als die Beamten ihr Streifenfahrzeug verlassen hatten und auf den Pkw zugingen, plötzlich Gas und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen.

Bis zu 140 km/h schnell flüchtete der Mazda- Fahrer aus dem Stadtgebiet München über die Ingolstädter Straße in Richtung Eching, anschließend über die B 13 zurück nach München, wo er an der Anschlussstelle Neuherberg auf die A 99 auffuhr.

Der 23-jährige österreichische Fahrer des flüchtenden Mazda fuhr unter Missachtung aller Anhaltesignale auf die Autobahn auf. Mittlerweile waren mehrere Fahrzeuge des Polizeipräsidiums München sowie der angrenzenden Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Süd sowie ein Polizeihubschrauber in den Einsatz eingebunden.

Mehrere Versuche den Flüchtigen anzuhalten schlugen fehl, da der Mann aus Österreich versuchte, sich ihm nähernde Einsatzfahrzeuge zu rammen oder sie abzudrängen.

Am Autobahndreieck München Süd-West fuhr der 23-Jährige auf die A 96 in Richtung München auf, anschließend setzte er seine Flucht über den Mittleren Ring und die Landshuter Allee fort.

An der Kreuzung zur Balanstraße bog er links ab, um an der nächsten Kreuzung nach rechts wieder auf die Ständlerstraße einzufahren. Über die Stadelheimer Straße fuhr er auf die A 995 Richtung Süden auf und verließ so das Münchner Stadtgebiet erneut.

Weiter ging seine Flucht auf die A 8 in Richtung Süden. Zwischen den Anschlussstellen Hofoldinger Forst und Holzkirchen gelang es den eingesetzten Polizeibeamten schließlich, den Mazda gegen 7.30 Uhr anzuhalten.

Der Fahrer und seine 23 und 24 Jahre alten Begleiter wurden vorläufig festgenommen. Zuvor hatte der Mazdafahrer noch versucht, der Anhaltung durch gezieltes Rammen und Abdrängen der Einsatzfahrzeuge zu entgehen.

Hierbei wurden sowohl das flüchtige Fahrzeug wie auch ein Dienst-Pkw erheblich beschädigt. Am Wagen des Flüchtigen wurden Aufbruchspuren festgestellt.

Wie sich herausstellte, war der Mazda in den frühen Morgenstunden des 13.10.2013 in Österreich kurzgeschlossen und entwendet worden.

Ein Atemalkoholtest bei dem Fahrer ergab einen Wert von etwa einem Promille. Außerdem hat er keinen Führerschein. Gegen den 23-Jährigen wird nun wegen Fahrzeugdiebstahl, Gefährdung des Straßenverkehrs, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und anderer Verkehrsdelikte ermittelt.

Da er weder in Deutschland noch in Österreich einen festen Wohnsitz nachweisen konnte, wurde er in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.

Die Verfolgungsfahrt dauerte knapp 50 Minuten und führte über rund 87 Kilometer. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf einige Tausend Euro, genauer geschätzt kann der Schaden derzeit noch nicht werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Der Zeugenaufruf der Polizei: "Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des flüchtigen roten Mazda gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen."

 

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