Unfall in Neuhausen Rotkreuzklinikum: Kind stürzt in Schacht

Die Unfallstelle: Der Schacht ist jetzt mit Brettern abgedeckt. Außerdem schützt ein Bauzaun vor der Gefahr. Foto: Schwesternschaft München

War Baustelle nicht korrekt gesichert? Ein zweijähriges Mädchen fällt beim Spielen in einen Schacht - vier Meter tief. Jetzt ermittelt die Polizei.

 

Neuhausen - Ihre Eltern saßen vor dem Café Bohne & Malz am Rotkreuzplatz in der Sonne, die kleine Tochter spielte in Sichtweite. Plötzlich ein Aufschrei, das Mädchen verschwand. Das Kind (2) war am Rotkreuzklinikum auf ein Gitter getreten; es kippte weg, das Mädchen fiel in in einen vier Meter tiefen Lichtschacht. Zum Glück milderten Kabel und Schläuche den Aufprall.

Das 15 Stockwerke hohe Rotkreuzklinikum ist derzeit eingerüstet. Die Beton-Fassade des 1965 gebauten Hauses wird saniert, 450 neue Fenster werden eingebaut. Wegen des Gerüstes sind auch Lichtschächte geöffnet, in denen Gerüstteile verankert sind und aus denen Versorgungsschläuche reichen. Der Schacht, in den das Kind fiel, war laut Polizei nicht ausreichend gesichert. Sie ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Das Mädchen wurde von der Feuerwehr mit einer Seilwinde geborgen und anschließend von einem Kindernotarzt versorgt. Äußerlich ohne sichtbare Verletzungen wurde die Kleine zur weiteren Untersuchung in eine Kinderklinik gebracht. Die Feuerwehr sicherte den Schacht nach dem Unfall zunächst provisorisch ab. Inzwischen haben die Verantwortlichen für die Baustelle auch noch einen Zaun aufgestellt und den Schacht mit Brettern und einem Gitter abgedeckt. Edith Dürr, Generaloberin der Schwesternschaft: „Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich und entschuldigen uns in aller Form bei der Familie des Mädchens.“

 

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