Unfall im Zillertal Geländer bricht! Münchner Ski-Mädels stürzen in die Tiefe

Ein Notarzthubschrauber (Symbolbold) im Einsatz Foto: fib/GG

Eine Besprechung im Trainingslager endet im Drama. Vier junge Athletinnen (13 und 14) aus München fallen im Tiroler Zillertal drei Meter tief und erleiden schlimme Verletzungen.

 

Innsbruck, München - Ein tragischer Unfall überschattet den Start der Münchner Ski-Mädchen in die neue Wintersportsaison. Bei einer Teambesprechung im Zillertal stürzten vier Mädchen von einer Hotel-Terrasse. Zwei kamen verletzt in Kliniken.

Den ganzen Tag hatten die Jugendlichen aus München und dem Umland auf dem Hintertuxer Gletscher trainiert. „Slalom und Riesenslalom stand auf dem Programm“, berichtet Holger Stegmann, Sportwart beim Münchner Ski-Verband. Am Nachmittag war eine Besprechung angesetzt. Die etwa 16 Jugendlichen versammelten sich auf der Sonnenterrasse ihrer Unterkunft, einer gepflegten kleinen Pension mit Natursteinterrasse und einem grünen Holzzaun. Einige der Mädchen lehnten, wie Zeugen berichten, entspannt an dem Zaun.

Die Gruppe hörte Trainerin Yvonne Schnock zu, als plötzlich das Holz in ihrem Rücken nachgab. Polternd stürzte ein Teil des Zauns in die Tiefe. Vier Skiläuferinnen im Alter von 13 und 14 Jahren, die unmittelbar am Zaun gestanden hatten, verloren das Gleichgewicht und stürzten ebenfalls ab. Die Mädchen schlugen drei Meter unterhalb der Terrasse auf einem mit Steinplatten ausgelegten Weg auf.

Sina S. vom Ski-Club Starnberg erwischte es bei dem Unfall am schlimmsten. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen. Die 13-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Innsbruck geflogen. Inzwischen wurde sie in eine Spezialklinik nach Vogtareuth verlegt. Diagnose: Verdacht auf Schädelbruch. Die Schülerin wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt.

Ihre Freundin Anne S. vom WSV Glonn erlitt bei dem Sturz ebenfalls eine Kopfverletzung. Die 14-Jährige ist im Klinikum Innsbruck. Fabiana D. (14) vom WSV München erlitt beim Aufprall eine Hüftprellung, ihre Freundin Teresa W. (13) vom Skiclub Pasing eine Wunde am Schienbein, die genäht werden musste. Beide Mädchen sind wieder zu Hause.

„Das Trainingslager wurde sofort abgebrochen“, sagt Axel Müller, Chef des Münchner Ski-Verbands. „Wir sind alle geschockt.“ Auch die Betreiberin der Pension steht noch immer unter Schock. „Die Mädchen haben nicht herumgealbert“, betont Holger Stegmann, „sie waren alle hochkonzentriert bei der Vorbereitung der neuen Skisaison.“

Die Polizei in Tirol untersucht den Unfall der Ski-Mädchen. Nach unbestätigten Informationen soll der Holzzaun morsch gewesen sein.

 

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