Unfälle Nach Schiffsstau wieder freie Fahrt auf dem Rhein

Aufatmen am Mittelrhein: Nach dem Chaos wegen dreier havarierter Frachter hat sich der Schiffsstau auf dem Rhein am Samstag wieder aufgelöst. Die Sperrung war am Vorabend aufgehoben worden, nachdem die drei Havaristen freigekommen waren.

 

St.Goar - 80 Schiffe hatten sich auf der wichtigen Strecke gestaut. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei St. Goar sagte am Samstag: "Die Schiffe, die sich angestaut hatten, sind abgelaufen."

Einer der Havaristen, der leckgeschlagene Kies-Frachter "Alma", lag noch im Loreley-Hafen. Er müsse wahrscheinlich zur Reparatur in die Werft, sagte der Sprecher. Der 86 Meter lange Kiesfrachter war am Donnerstagabend in der Nähe von Oberwesel havariert, nachdem er vermutlich wegen eines technischen Defekts an der Ruderanlage nicht mehr zu steuern war.

Das Schiff hatte zunächst quer in einer Fahrrinne getrieben, schlug dann an mehreren Stellen leck und lief voll Wasser. Mehr als 50 Feuerwehrmänner versuchten, das Wasser abzupumpen und das Schiff vom Fels zu bekommen. Ein Schwimmbagger entlud Fracht, damit das Schiff wieder Auftrieb bekam. Die Besatzung wurde nicht verletzt.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei. "Im Moment gehen wir von einem technischen Defekt aus."

Die beiden anderen Havaristen, die mit dem Mineral Magnesit beladene "Pieter senior" und der Ethanol-Tanker "Eiltank 47", hatten unterdessen längst ihre Fahrt fortgesetzt. Die am Donnerstagabend bei Trechtingshausen aufgelaufene "Pieter senior" konnte weiterfahren, nachdem Ladung entnommen worden war. Das Schiff war außerhalb der Fahrrinne gelegen. Vermutlich habe der Kapitän einen Fehler gemacht und sei aufgelaufen, so die Wasserschutzpolizei.

"Eiltank 47" konnte ebenfalls Richtung Mainz weiterfahren, nachdem er freigeschleppt worden war. Das Schiff hatte am Freitag bei Boppard gewartet. Es war aus der Fahrrinne getrieben, so dass es aufsetzte.

 

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