Unangenehme Panne: Defekt stoppt die Seeshaupt

Taufe im Regen: Mit 60 Metern ist die Seeshaupt das längste Schiff auf Bayerns Seen. 2000 Passagiere sind bereits auf ihr gefahren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Um ein Haar wäre es kurz nach der Jungfernfahrt zu einem Unglück gekommen. Schuld war ein elektronisches Bauteil.

BERG
Vielleicht war es doch keine gute Idee, das neue Flaggschiff der Seen-Flotte ausgerechnet am Freitag den 13. taufen zu lassen: Schon zwei Tage später musste die nagelneue MS Seeshaupt wegen eines technischen Defekts vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden.

Bei der Jungfernfahrt am Freitag und der ersten Betriebsfahrt am Samstag lief noch alles nach Plan. Am Sonntagnachmittag allerdings, als der Kapitän der Seeshaupt in Berg anlegen wollte, wäre es fast zu einem Unglück gekommen: Die Geschwindigkeit der Schiffsschraube ließ sich vom linken Außensteuerstand aus nicht kontrollieren. Der Kapitän musste das Schiff wenden und den Steg von der anderen Seite ansteuern.

Schuld war ein elektronisches Bauteil, das mittlerweile repariert wurde. „Eine Kinderkrankheit, es bestand keine Gefahr”, sagt Walter Stürzl von der Bayerischen Seenschifffahrt. Seit gestern Mittag ist die Seeshaupt wieder im Einsatz.

 

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