Umtauschen leicht gemacht Hier werden Sie Ihre Geschenke wieder los

Kassiererin mit Kassenbons: Zwischen den Jahren wird in den Läden getauscht, was das Zeug hält. Wer keine Quittung hat, kann seine Geschenke auch übers Internet loswerden. Foto: dpa

MÜNCHEN Die DVD, die mit Tante Monikas Weihnachtspost kam, trifft nicht im Geringsten den Geschmack des Neffen. Der Pulli für die Schwiegermutter passt nicht, und mit dem Parfum der Großmutter kann die Enkelin gleich gar nichts anfangen. Was tun mit ungeliebten Geschenken? Einfach ist’s, wenn der Schenkende den Kassenzettel gleich mitschenkt – dann dürfte in den meisten Fällen einem Umtausch nichts im Wege stehen. Wenn es aber keinen Kaufbeleg gibt, wird die Sache schwieriger. Ein Ausweg ist der Verkauf über Ebay oder Tauschbörsen.

 

www.tauschticket.de

Hier wird, wie der Name sagt, getauscht, und zwar Bücher, CDs, DVDs und Spiele. So funktioniert’s: Der Kunde bietet einen Artikel an und legt dafür einen Tauschwert zwischen einem und fünf „Tickets“ fest, einer Art Tauschticket-Kunstwährung. Sobald ein anderer Nutzer seinen Artikel wünscht, sendet der Anbieter den Artikel auf eigene Kosten an den Interessenten. Seinem Konto werden automatisch die „Tickets“ gutgeschrieben. Damit kann er bei einem anderen Artikel, der zum Tausch angeboten wird, zugreifen. Pro erhaltenem Artikel fallen 49 Cent Tauschgebühren an.

www.momox.de

Ein praktischer Service für alle, die ganze Bücherregale oder Umzugskisten leerräumen wollen. Für Bücher, CDs, DVDs, Spiele, Handys oder Tablet-PCs. Der Verkäufer gibt die ISBN-Nummer oder Produktbezeichnung in eine Suchmaske ein und legt, falls er den vorgeschlagenen Preis akzeptiert und ein Mindestwert von zehn Euro erreicht ist, alles zusammen in ein Paket. Er bekommt das Geld unabhängig davon, ob die Ware weiterverkauft werden kann. Die Versandkosten übernimmt Momox. Wem die Schlepperei zum Paketdienst zu mühsam ist, der kann die verpackten Artikel zu Hause abholen lassen.

www.rebuy.de

Eine Kauf- und Verkaufbörse nach dem gleichen Muster für gebrauchte Elektronik- und Medienprodukte. Ab einem Preis von zehn Euro kann der Nutzer seine Artikel kostenlos und mit Versicherungsschutz einsenden. www.regalfrei.de Funktioniert ebenso, allerdings nur für Bücher. Auch hier bekommt der Nutzer sein Geld unabhängig davon, ob der Artikel schon weiterverkauft ist.

www.amazon.de

Auch bei dem Online-Versender können Kunden gängige Artikel eintauschen. Sie schicken den Artikel portofrei ein und erhalten einen Amazon- Gutschein. Ein Beispiel: Wer eine sehr gut erhaltene DVD „Der Gott des Gemetzels“ einschickt, bekommt dafür einen Einkaufsgutschein über zwei Euro. Amazon-Kunden können auch direkt über den Händler im „Marktplatz“ an andere Kunden verkaufen. Dabei werden Teilnahme- Abschluss- und Verkaufsgebühren fällig, außerdem ist der Verkäufer darauf angewiesen, dass sich ein Interessent für seine Ware findet. Je nach Preis des Artikels, der verkauft wird, kann sich der Deal trotzdem lohnen.

Wichtig bei allen Verkaufsbörsen außer Tauschticket: Nicht alle Titel und Produkte werden angenommen. Je bekannter das Produkt und je neuer auf dem Markt, desto höher die Chance, dass es akzeptiert wird. Beschädigte Exemplare haben keine bis wenig Chancen. Und auch bei den Internet-Börsen gilt: Die Preise, die erzielt werden können, variieren beträchtlich. Deswegen macht ein Vergleich Sinn, bevor der Nutzer loslegt. Susanne Stephan

 

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