Umstrittenes Projekt Taubenplage in München: Taubenhäuser als Lösung?

40.000 Tauben in München: Dieser Rentner füttert die Vögel am Orleansplatz, was seit 1996 verboten ist. Foto: cm/Fotolia (Fotomontage)

Die einen hassen sie, die andern streuen heimlich Futter aus: Die etwa 40.000 Tauben in München polarisieren. Das Projekt "Taubenhäuser" ist wieder auf dem Tisch.

 

München - "Ganz schön viele Tauben wieder", stellt eine Frau auf einer Parkbank am Orleansplatz in Haidhausen fest. Recht hat sie. Etwa 40.000 Tauben leben schätzungsweise in München. Während sich die einen über die vielen Tiere aufregen, streuen die anderen sogar noch Futter aus. Ganz offen, wie der Rentner auf dem Foto oben in Haidhausen. Oder heimlich etwa früh morgens. Dann landen nicht selten säckeweise Getreide und Haferflocken auf den Gehwegen.

Für München sind die vielen Tauben ein echtes Problem. Etwa 480 Tonnen Kot hinterlassen die Tiere jährlich. München will deswegen die Taubenzahl reduzieren. Eine sanfte Möglichkeit stellen sogenannte Taubenhäuser dar. Ein Modell, das in Augsburg bereits erfolgreich läuft. Dabei werden die Tiere in speziellen Taubenhäusern gefüttert, versorgt und auf Krankheiten untersucht, die Eier durch Attrappen ausgetauscht – und damit die Population dezimiert.

An der Münchner Freiheit gibt es seit August 2011 ein solches Haus, das funktionieren soll. Etwa 200 Tauben leben in einem Schlag auf einem Flachdach und werden mit sauberem Futter versorgt. Seit vier Jahren erwärt der Stadtrat die Einführung weiteret Taubenhäuser nach dem Modell in Augsburg. Jetzt findet nochmals eine Begehung des Hauses an der Münchner Freiheit statt.

Was meinen Sie? Wie soll man mit den vielen Tauben in München umgehen? Finden Sie das Füttern der Tauben in Ordnung? Was halten Sie von Taubenhäusern? Sollte die Stadt weitere errichten? Bitte schreiben Sie uns unten in der Kommentarfunktion.

 

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