Youngster langfristig gebunden Joshua Kimmich und David Alaba: Die Zukunfts-Bayern

Die defensive Flügelzange des FC Bayern: Linksverteidiger David Alaba (r.) und sein rechter Konterpart Joshua Kimmich. Foto: sampics/Augenklick

Youngster Kimmich verlängert seinen Vertrag bis 2023 und wird von Heynckes geadelt: "Er kann eine Identifikationsfigur wie Philipp Lahm werden." Der Coach relativiert außerdem Alabas Wechselgedanken.

München - Seit einem Monat ist Joshua Kimmich 23 Jahre alt, er würde rein äußerlich wohl auch als 18-Jähriger durchgehen – doch für Bayern-Trainer Jupp Heynckes umgibt Kimmich schon jetzt die Aura eines Spielers, der alles im Fußball erlebt hat.

"Er hat Tugenden, die man vor zehn oder zwanzig Jahren bei Spielern gesehen hat", sagte Heynckes am Freitag und erklärte: "Er kümmert sich auch um das große Ganze, hat eine klare Meinung zu verschiedenen Themen." Kimmich sei ein "intelligenter Junge", artikuliere sich gut: "Das ist das Fundament, um ein ganz großer Spieler zu werden."

Die Bayern sehen es genauso wie ihr Coach – und planen deshalb langfristig mit dem Youngster. Vor dem Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV an diesem Samstag (15:30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) gab der Klub die Vertragsverlängerung mit Kimmich bis 2023 bekannt. "Joshua hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren zu einer tragenden Säule unserer Mannschaft entwickelt", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Kimmich selbst zeigte sich erfreut über das Vertrauen des Klubs und betonte: "Das macht mich stolz!"

Joshua Kimmich ist ein Bild des Bayern-Umbruchs

Nachdem bereits Kingsley Coman kürzlich seinen Vertrag bis 2023 verlängert hatte, ist der Kimmich-Deal ein weiterer wichtiger Schritt bei der Zukunftsplanung der Bayern. "Mit einigen anderen jungen Spielern steht er für den Umbruch", sagte Heynckes über Kimmich. Auch Niklas Süle (22), Corentin Tolisso (23) oder David Alaba (25) sind langfristig an den Klub gebunden.

Doch Kimmich - das betonte auch Heynckes - dürfte in den kommenden Jahren eine Sonderrolle einnehmen. "Er kann eine Identifikationsfigur wie Philipp Lahm werden", schwärmte der Bayern-Trainer. Er traue Kimmich auch das Kapitänsamt zu, so Heynckes: "Josh hat noch riesiges Entwicklungspotenzial, riesige fußballerische Fähigkeiten. Er hat alle Fähigkeiten, in die Fußstapfen von Philipp Lahm zu treten. Der junge Mann gefällt mir sehr gut."

Sportlich hat Kimmich, der 2015 für 8,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu den Bayern gekommen war, Ex-Kapitän Lahm gleichwertig ersetzt. Vier Tore und zwölf Vorlagen gelangen dem Nationalspieler bereits in dieser Saison – kein Verteidiger in den europäischen Topligen kann da mithalten. Zweifellos ist Kimmich auf dem Weg zum Weltklasse-Mann. (Lesen Sie dazu: Kimmich mit 23 - Jetzt schon besser als Lahm?)

Das sagt Heynckes zu Alabas Wechselgedanken

In diese Kategorie wurde auch David Alaba eingestuft, als Bayern 2013 Triple-Sieger wurde. "Zwischendurch hat es ein bisschen geruckelt", sagte Heynckes. Doch nun sei der Österreicher "auf dem besten Weg zur alten Form". Alaba sorgte jüngst für ein bisschen Aufregung, als er im Interview mit der österreichischen Zeitung Kurier Abschiedsgedanken äußerte. "Ich fühle mich nach wie vor sehr wohl hier, kann mir aber auch vorstellen, einen anderen Weg zu gehen, den nächsten Schritt zu machen oder mir eine neue Herausforderung zu suchen", ließ Alaba wissen.

Halb so wild – stellte Heynckes klar. "Ich habe mit David in den letzten Tagen gesprochen", verriet er: "Der Junge hat gesagt, er könnte sich das irgendwann vielleicht mal vorstellen. Das heißt nicht, dass er unbedingt den Verein verlassen möchte. Er sagt mir, er fühlt sich wohl, es macht ihm wieder Spaß." Gute Nachrichten. Denn wie Kimmich zählt Alaba zu den wichtigsten Zukunfts-Bayern.

 

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