Drei Bulgaren müssensich wegen Bandendiebstahl verantworten. Sie sollen Felgen und Reifen von Neuwägen abgeschraubt und entwendet haben, der Schaden geht ersten Schätzungen nach in die Hunderttausende.

München - Schwerer Bandendiebstahl in elf Fällen lautet der Vorwurf. Die Staatsanwaltschaft ist der Überzeugung, dass drei Bulgaren im Alter von 28, 33 und 52 Jahren im Herbst 2017 Reifen gestohlen haben. In großem Stil. Zum Prozessauftakt am Montag gibt einer der Angeklagten bereits teilweise zu, was in der Anklage steht.

Das Trio soll laut Anklage eine besondere Masche gehabt haben: Sie schlichen sich auf das Gelände des Rangierbahnhofs in Freimann, schlitzten dort die sogenannten Faltenbälge von Eisenbahnwaggons auf. Auf den Waggons standen Neuwagen der Marken Audi und BMW. Die Diebe hatten es aber nicht auf die Autos abgesehen, sondern nur auf die Felgen und das Zubehör.

So ging die Diebesbande vor

Zu diesem Zweck wurden die Wagen von zwei Bandenmitgliedern aufgebockt, die Reifen abmontiert und zum dritten Komplizen nach draußen gereicht. Der brachte die Beute zu einem Lieferwagen.

Der Schaden ist immens, geht in die Hundertausende. Denn nicht nur der Wert der Reifen schlägt da zu Buche, sondern auch die Schäden, die die Diebe an den Autos und an den Waggons verursachten.

Die Staatsanwaltschaft kommt bei den elf angeklagten Fällen auf 228.000 Euro Beutewert. Dazu sei an den Zügen ein Schaden von 354.000 Euro entstanden. Und an den Autos kommt durch die unsachgemäße Demontage ein zusätzlicher Schaden von 143.000 Euro hinzu. Macht insgesamt 725.000 Euro.

Der Prozess wird fortgesetzt. Nach der vorläufigen Planung des Gerichts soll das Urteil am 21. September verkündet werden.