U17-Trainer Klose mit "viel Lust" auf kommenden Bayern-Job

Nach der WM übernimmt Miroslav Klose die U17-Mannschaft des FC Bayern. Foto: Christian Charisius/dpa

Miroslav Klose hat einen klaren Plan für seine Trainer-Karriere. Nach der WM in Russland will sich der Weltmeister ganz auf die Aufgabe als Nachwuchscoach in München konzentrieren. Er sagt: "Pendeln geht nicht."

Eppan - Die Lehrzeit von Trainer-Praktikant Miroslav Klose bei Joachim Löw läuft nach der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland aus. Der dann 40 Jahre alte Weltmeister von 2014 will sich im Anschluss an das WM-Turnier ganz auf seine Aufgabe als Nachwuchscoach beim FC Bayern München konzentrieren. "Jetzt kommt die WM - und dann der Cut. Ich will es als Trainer selbst ausprobieren auf dem Platz. Pendeln zwischen Bayern und DFB geht nicht", sagte Klose im Trainingslager der Nationalmannschaft in Südtirol.

Klose: Bayerns Nachwuchs ist kein Sprungbrett

Der ehemalige Bayern-Profi übernimmt beim deutschen Rekordmeister Anfang Juli die U17. "Ich habe viel Lust genau auf diese Aufgabe. Ich würde nie den Fehler machen, Bayerns Nachwuchs als Sprungbrett nutzen zu wollen, um so schnell wie möglich nach oben zu kommen", betonte Klose, der in München einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat.

Der WM-Rekordschütze (16 Treffer) gehört seit November 2016 zum Trainerstab von Bundestrainer Löw. Er habe in der Zeit beim DFB-Team viel gelernt vom 58 Jahre alten Weltmeistercoach. "Ich nehme die taktische Finesse mit, die Jogi Löw hat. Da ist er ohnehin die Nummer 1. Dazu kommt das Zwischenmenschliche. Er hat ein Gespür für Spieler, für den Zusammenhalt in der Gruppe", schilderte Klose.

Beim Nationalteam ist der einstige Weltklasseangreifer in der Hauptsache zuständig für die Angreifer. Auch bei Nominierungsfragen trage er seinen Teil bei, "entscheiden aber muss der Bundestrainer". Klose versteht sich auch als "Bindeglied" zwischen Trainerstab und der Mannschaft, weil er aus seiner Zeit als Nationalspieler genau wisse, wie die Spieler "ticken". Dieses Wissen könne er einbringen.

Löws Assistent Marcus Sorg bestätigte das im Trainingslager: "Man sieht, Miro hat unglaublich viel Wissen, das wir, die nicht auf so hohem Niveau gespielt haben, nicht besitzen. Aus der Sicht eines Weltklassespielers. Die Abläufe sind Erfahrungswerte, ich sehe einen sehr talentierten Trainer", äußerte der 52-jährige Sorg über Klose.

Der noch 39-Jährige geht seine Trainer-Laufbahn ähnlich an wie seine Karriere als Profi. "Ich will mich Stück für Stück weiterentwickeln. Ich sehe das als Lernprozess. Jetzt mache ich meine ersten Schritte als Trainer", sagte er. "Irgendwann will ich natürlich mal hoch, das ist klar", sagte er in Bezug auf ein Engagement im Profibereich. "Sonst hätte ich den Weg als Trainer nicht eingeschlagen." Er müsse dafür aber "ein Gefühl entwickeln, was wann richtig ist." Auch eine Rückkehr zum DFB schließt Klose nicht aus. "Ich denke, dass die Türen hier offen bleiben für mich", sagte der scheidende Löw-Schüler.

 

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