U-Haft Thomas Middelhoff: So sieht sein Knast-Alltag aus

Thomas Middelhoff wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Mehr Bilder des ehemaligen Top-Managers in der Galerie. Foto: dpa/az

Seit dem 14. November sitzt der ehemalige Manager Thomas Middelhoff in U-Haft. Von einem Tag auf den anderen war für ihn Schluss mit Luxus, Freiheit und den bequemen Dingen des Alltags. So sieht sein neues Leben aus.

 

Essen - Am 14. November hatte das Landgericht Essen Dr. Thomas Middelhoff (61) zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt, die mit sofortiger U-Haft begann. Seitdem sitzt der ehemalige Manager der Konzerne Arcandor (u.a. Karstadt) und Bertelsmann in der JVA Essen. Statt in einer Luxusvilla zu residieren, muss sich Middelhoff nun mit einer zehn Quadratmeter großen Einzelzelle zufriedengeben, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet. Diese werde demnach alle 15 Minuten überprüft, um sicherzugehen, dass Middelhoff sich nichts antut.

Angehörige und Freunde, die Middelhoff besuchen wollen, müssten sich auf eine Besuchszeit von einer Stunde pro Monat beschränken, die in zwei Besuche von jeweils 30 Minuten aufgeteilt werde. Laut dem Bericht dürfe man ihn dort montags, dienstags und donnerstags zwischen 8.45 Uhr und 15.30 Uhr, sowie mittwochs von 12.30 Uhr bis 20.30 Uhr im Besucherraum treffen, natürlich nur unter Aufsicht von Wachpersonal.

Besonders die Weihnachtszeit dürfte hart für den Ex-Management-Star werden. Auf viele Geschenke kann er nicht hoffen, denn Middelhoff dürfe nur drei Pakete im Jahr erhalten, heißt es weiter. Eines davon ist für Weihnachten reserviert, aber Achtung: es darf nicht mehr als fünf Kilo wiegen. Immerhin: Kleinere Mitbringsel seien möglich, müssten aber vorher genehmigt werden.

Die Tage hinter Gittern könnten lange werden: Das Arbeiten in der Werkhalle der JVA sei nur rechtskräftig verurteilten Insassen erlaubt. Middelhoff kann sich lediglich mit den rund 5.300 Büchern ablenken, die den Häftlingen zur Verfügung stünden.

Wie lange Middelhoff noch in U-Haft verbringen muss, ist unklar, da er Revision gegen sein Gerichtsurteil eingelegt hat. Es könnte also noch Monate dauern, bis sich seine Situation ändert.

 

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