U-Bahn-Baustelle frisst Parkplätze Sendlinger Straße: Wird die Fußgängerzone verschoben?

Momentan ist die ganze Sendlinger Straße für Autos und Radl tabu. Foto: Daniel von Loeper

Noch läuft der Verkehrsversuch, die Sendlinger Straße zur Fußgängerzone zu machen. Jetzt, wo auch die U-Bahnstation erneuert wird, fürchten Anwohner, gar keine Parkplätze mehr zu finden.

Altstadt - Seit bald acht Monaten fahren zwischen Sendlinger Tor und Hackenstraße keine Autos mehr. In genau einer Woche will die Stadt erstmals erste Ergebnisse zum Verkehrsversuch Fußgängerzone in der Sendlinger Straße vorstellen. Im Bezirksausschuss Altstadt-Lehel ist die Fußgängerzone, die viele Gegner hat, regelmäßig Thema. Zuletzt wegen der angespannten Parkplatzsituation, die sich jetzt noch weiter verschärfen könnte.

Wie die SZ berichtet, beklagte Bettina Rexer, Anwohnerin und Sprecherin der Bürgerinitiative "Pro Sendlinger Straße", am Dienstag im BA, dass durch die Mega-Baustelle an der U-Bahnstation am Sendlinger Tor nun noch weniger Parkplätze zur Verfügung stünden. Container, Bagger und anderes Baugerät versperrten schon jetzt zahlreiche Stellplätze im Hackenviertel. Anwohner, die sich keinen teuren Stellplatz leisten können, hätten keine Chance, zu normalen Zeiten einen Parkplatz zu finden.

Neuen Platz schaffen oder Fußgängerzone zeitlich verschieben?

Als unmittelbare Gegenmaßnahme solle die Stadt bisher nicht formal als "Blaue Zone" ausgeweisene Flächen kennzeichnen – etwa an der Tankstelle in der Herzog-Wilhelm-Straße. Ein anderer, drastischerer Vorschlag kam laut SZ von FDP-Mann Jörg Hoffmann: Sollte man sich nach dem einjährigen Verkehrsversuch für eine endgültige Einführung der Fußgängerzone Sendlinger Straße entscheiden, solle diese zumindest um drei bis vier Jahre verschoben werden. So wären zumindest während der Baustellen-Zeit dort wieder Parkflächen verfügbar.

Im Planungsreferat soll man zumindest nicht mit dem Gedanken spielen, den Verkehrsversuch abzubrechen, die Verschärfung der Parkplatzlage durch die Überschneidung mit der U-Bahn-Baustelle sei erwartbar gewesen. Ob die Fußgängerzone beibehalten werden, verschoben oder doch wieder abgeschafft werden soll, müsse man anschließend entscheiden. 

 

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