TV-Serie "Die Familiendetektivin" Jimi Blue Ochsenknecht: "Eltern sollen ihr Ding machen"

Julie (Elena Uhlig) setzt alles daran Davids (Jimi Blue Ochsenknecht) Unschuld zu beweisen Foto: ZDF/Elke Werner

Am kommenden Samstag spielt Jimi Blue Ochsenknecht in der TV-Serie "Die Familiendetektivin" einen jungen Künstler, der gegen seine Eltern rebelliert. Im Interview verrät der Schauspieler, was er macht, wenn sich seine Eltern sorgen.

 

Jimi Blue Ochsenknecht (22, "Die Wilden Kerle") ist der drittgeborene Sohn von Schauspieler Uwe Ochsenknecht (58). Sein eigenes Filmdebüt gab er im Jahr 2000 in dem preisgekrönten Film "Erleuchtung garantiert". Für seine Rolle in "Die Wilden Kerle" (ab 2003) erhielten Jimi Blue und sein Bruder Wilson Gonzales (23) als beste Filmdebütanten den Undine Award 2004 und in den folgenden Jahren viele Bravo Ottos. 2007 veröffentlichte der gebürtige Münchner, der seit einigen Jahren in Berlin lebt, sein erstes Musik-Album "Mission Blue", eine Mischung aus Hip-Hop, Pop und Dance.

Am kommenden Samstag ist der sympathische und bodenständige Künstler in der siebten Folge der zehnteiligen TV-Serie "Die Familiendetektivin" (19.25 Uhr, ZDF) zu sehen. Weil David (Ochsenknecht) mit der Trennung seiner Eltern nicht klarkommt, haut er ab. Ob es für ihn selbst schwer war, bei der Trennung seiner Eltern Uwe und Natascha Ochsenknecht (49) nicht Partei zu ergreifen, hat Jimi Blue der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

Würden Sie einen Detektiv engagieren?

Jimi Blue Ochsenknecht: Eher nein. Auf meine Freundin würde ich keinen Detektiv ansetzen, weil mir Vertrauen sehr wichtig ist. Und wenn jemand vermisst wird, würde ich die Polizei einschalten.

Warum sind Detektiv-Serien und -Filme dann wieder so in?

Ochsenknecht: Weil es spannend ist und man sich sicher auch mehr mit einem Detektiv identifizieren kann, als mit einem Polizisten, schon allein, weil jeder ein Detektiv werden könnte.

Wie sehr darf man sich in das Leben anderer einmischen?

Ochsenknecht: Wenn man wirklich helfen will, ist es schon okay, ein bisschen mehr in die Privatsphäre einzudringen.

Die Serie spielt in Augsburg. Wie hat es Ihnen dort gefallen?

Ochsenknecht: Die spielt zwar in Augsburg, die Folge, in der ich mitspiele, haben wir aber in München auf dem Bavaria Filmgelände gedreht. Da hat es mir natürlich sehr gut gefallen, weil ich dort ja aufgewachsen bin (lacht).

Sie leben jetzt in Berlin, somit haben Sie ähnlich wie die Familie in der Serie schon mal einen Neustart in einer anderen Stadt erlebt. Was macht es leichter?

Ochsenknecht: Ich habe ja schon oft in Berlin gedreht und aus dieser Zeit auch Freunde, somit hatte ich gleich Anschluss. Das hat es sehr erleichtert. Die Verbindung zu München ist trotzdem geblieben, weil meine besten Kumpels dort leben und ich da auch mindestens einmal im Monat bin.

Gehen Sie zu Klassentreffen oder ist das eher unangenehm?

Ochsenknecht: Bisher hatten wir noch keines. Sollte aber mal eine Anfrage kommen, gehe ich da natürlich auch hin.

In der Folge, in der Sie mitspielen, geht es unter anderem um Hausarbeiten. Welche sind besonders unangenehm?

Ochsenknecht: Wir mussten immer viel mithelfen und am wenigsten mag ich Küche putzen.

Eltern machen sich immer Sorgen. Wie beruhigt man sie am besten?

Ochsenknecht: Anlügen und sagen, dass alles passt (lacht). Das kenne ich natürlich auch von meinen Eltern. Wenn ich unterwegs bin, machen die sich auch manchmal Sorgen. Aber ich sage ihnen dann einfach, dass sie sich nicht sorgen sollen und dass ich schon Bescheid gebe, wenn etwas sein sollte. In der Not würde ich das auch machen.

Wie schwer ist es denn, bei der Trennung der Eltern nicht Partei zu ergreifen?

Ochsenknecht: Ich bin inzwischen alt genug, um die Positionen zu verstehen und mische mich da nicht ein. Sie sollen einfach ihr Ding machen.

Wäre eine altersübergreifende WG für Sie denkbar?

Ochsenknecht: Nein, noch nicht. Bei mir steht jetzt erst mal der Auszug in die erste eigene Wohnung in Berlin an.

In der Serie haben Sie ein unentdecktes Zeichen-Talent. Was wussten Ihre Eltern lange nicht von Ihnen?

Ochsenknecht: Ich habe eigentlich immer alles geteilt. Und auch wenn ich gemerkt habe, dass mir irgendwas liegt, haben es meine Eltern sogar sehr schnell erfahren.

Was halten Sie von Hausbesetzern?

Ochsenknecht: Hausbesetzer haben oft gute Gründe, leben aber irgendwie auch in ihrem eigenen Film. Mich reizt das nicht, weil ich es ganz gern sauber habe. Aber jeder soll so leben, wie er es gerne möchte, finde ich. Allerdings kenne ich persönlich in Berlin nur noch ein paar besetzte Häuser. Das gab es früher wesentlich öfter.

Sie machen Film und Musik. Woran hängt Ihr Herz am meisten?

Ochsenknecht: Auf jeden Fall am Weltfrieden! Film und Musik sind mir aber auch sehr wichtig: Gerade konzentriere ich mich mehr auf die Musik, weil im Mai mein neues Album - deutschsprachiger Hip Hop/Pop - herauskommt. Danach wird aber auch schon wieder gedreht...

 

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