Turnen Hambüchen und Nguyen unterstützen Änderungen im Weltcup

Der gebürtige Münchner und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 Marcel Nguyen befürwortet die Änderung des Weltverbands. Foto: dapd

Die Weltcupserie der Turnier wird sich deutlich ändern. Anders als früher wird die Wettkampfserie zukünftig innerhalb von acht Wochen absolviert. Deutschlands Top-Turner freuen sich über die Änderung.

 

Stuttgart - Die deutschen Turnstars Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen haben weitgehend positiv auf die gravierenden Änderungen in der Weltcupserie reagiert. "Das finde ich gut. Das macht Sinn", kommentierte Nguyen die Komprimierung der Serie ab 2016 auf einen Zeitraum von acht Wochen im Frühjahr. "Ich finde es auch besser, wenn es so geballt ist. Aber die Wettkampfplanung wird dadurch immer verrückter. Man darf ja auch den finanziellen Aspekt nicht aus den Augen verlieren, da die Weltcups in dieser Hinsicht sehr attraktiv sind", erklärte Konkurrent Hambüchen. Bisher verteilen sich die Weltcup-Veranstaltungen praktisch über das gesamte Jahr.

Der Weltverband FIG will mit der Entscheidung neben einer besseren TV-Tauglichkeit insbesondere auch der Kritik vieler asiatischer Verbände Rechnung tragen. Die hatten ihre häufige Abwesenheit in der Serie damit begründet, dass sie die Monate nach den Weltmeisterschaften im Oktober zum Lernen neuer Elemente nutzten.

"Da macht man sich einmal fit und dann kann man die Form über ein paar Wochen halten", sagte Nguyen. Hambüchen sieht dagegen auch die Gefahr einer Überbelastung der Athleten: "Man muss trotzdem mit den Kräften haushalten und genau überlegen, was man macht".

 

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