TSV 1860 Was sich Schäfer künftig sparen will

Löwen-Geschäfsführer Robert Schäfer. Foto: sampics/AK

Der 1860-Geschäftsführer dementiert Gerüchte über die Entlassung von zehn Verwaltungsmitarbeitern.

 

MÜNCHEN - Eigentlich kommt Robert Schäfer aus einer eher karnevalsfernen Region. Doch auch in Braunschweig wird gefeiert. Der Geschäftsführer der Löwen weiß also, wie das so ist, wenn man sich ein paar narrische Tage gönnt – und da will man nicht gestört werden. Entsprechend sauer stieß dem 35-Jährigen am Samstagmorgen auf, als er davon las, dass sein Unternehmen, die Aktiengesellschaft des TSV 1860, zehn Mitarbeiter entlassen müsse. „Wenn ich so was als Mitarbeiter in der Zeitung lesen muss, ist das eine Katastrophe”, sagte er, „das haben meine Leute nicht verdient.” In einem Schreiben an die Angestellten entschuldigte sich Schäfer am Samstag dafür.

Tatsächlich aber müssen die Löwen ihre Ausgaben weiterhin kürzen, so wird zum Beispiel der Etat für die U23 und U19 von 1,6 Million Euro aufgrund einer Ausdünnung der Kader um etwa eine Million zusammengestrichen. Schäfer sagte, der „Aufwand für den Kader steht in keinem vertretbaren Verhältnis zum sportlichen Nutzen”. Durch die im Sommer startende Regionalliga Bayern werde man zudem massiv an Reisekosten sparen. „Die Ligareform kommt uns gerade recht”, sagt Schäfer.

Im nächsten Schritt sollen 150000 Euro an Personaleinsparungen erreicht werden. Da bei den Sechzgern aber zuletzt bereits (z.B. im Marketing) eigenständige Kündigungen „aus persönlichen Gründen” erfolgten und gewisse Stellen nicht neu besetzt werden, wehrt sich Schäfer massiv dagegen, dass – wie zuletzt kolportiert wurde – zehn Mitarbeiter entlassen werden müssen. „Die geplanten Einsparungen sind zum absolut überwiegenden Teil auf Sachausgaben und die Einsparungen bei der U23 bezogen. Der Teil der Senkung der Personalausgaben Verwaltung ist demgegenüber gering und durch die Nicht-Nachbesetzung der Kündigungen bereits erreicht", heißt es. „Es kann keine Rede davon sein, dass zehn Mitarbeiter entlassen werden.” Klar jedoch ist: um eine Kürzung der Personalausgaben kommt Schäfer nicht herum. Aber: „Ich bin intensiv bemüht, sie so klein wie möglich zu halten." 

 

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