TSV 1860 Wählen Sie die besten Löwen aller Zeiten: Der Sechser

Lars Bender spielte von 2006 bis 2009 bei den Löwen Foto: firo/Augenklick

Die besten Löwen aller Zeiten: Wer glänzte auf der Position zwischen Strafraum und Mittelkreis? Sie entscheiden! Wählen Sie den besten Abräumer für die Jahrhundert-Elf der Sechziger.

 

In der Schule möchte ihnkeiner haben, im Lotto jeder.Und Joachim Löw hätte fürdieWM in Südafrika auchgerne noch einen, nach derAusmusterung von TorstenFrings, nach den Ausfällenvon Simon Rolfes und ChristianTräsch. Einen Sechser.

Eine Position, die immodernen Spielsystem einezentrale Rolle spielt, imwahrsten Sinne. Als Mannvor der Vierer-Abwehrkettemit vielseitigen Fähigkeiten,robustes Ackern nach hinten,kreative Geistesblitzenach vorne. Ein Mädchen füralles, Hans Dampf in allenGassen, neudeutsch auch:Global Multitasking Player.

Entsprechend groß dieBandbreite der Spielertypen,vom bärbeißigen ItalienerGennaro Gattuso zum elegantenFranzosen PatrickVieira. Auch bei den Löwengab es ganz unterschiedlicheCharaktere auf der Positionzwischen Strafraum undMittelkreis.

Stimmen Sie bei der täglichenAZ-Wahl zur Elf derbesten Sechzger heute überdie Position des Defensivspielersim Mittelfeld ab.

Breite Brust des Schmächtigen

Lars Bender (2006 bis 2009):Juni 2006, das Sommermärchen.Dass in Giesing geradezwei Zwillinge erstmals imProfikader trainierten, nahmkaum einer wahr. Lars Benderund Bruder Sven. Zwei derU17-Löwen, gerade DeutscherMeister geworden.

„Denenfehlen zehn Kilo auf derBrust“, lästerte Trainer Schachnernoch über die Schmächtigkeitder beiden. Zumindest vorSelbstbewusstsein ist die Brustbreiter geworden. Sven gingnachDortmund, Lars nachLeverkusen. Große Hoffnungsträger.Vielleicht für 2014. Dasnächste Sommermärchen.

Auch du, Jerry! Giesings Brutus

Jens Jeremies (1995 bis1998): Die berühmtestenVerräter aller Zeiten? Im altenRomder heimtückischeMeuchler Brutus, im Nibelungenliedder Sauhund Hagenvon Tronje, in Sendling beimVolksaufstand 1705 der schofleFeigling Johann JosephÖttlinger.

Und in Giesing JensJeremies. So sahen es vieleLöwen-Fans, die den Sachsenewig einen Judas schimpften,weil er 1998 nach drei blauenJahren zu den Bayern ging.Dennoch: In seiner Zeit beiden Löwen war Jerry hinteneiner der Allerbesten. Darfman auch nicht vergessen.

Derby-Held mit Gewaltschuss

Alfred Kohlhäufl (1965/66und 1974 bis 1979): Er warsogar Meister. In der großenSaison stand er im Kader, nurgespielt hat er nie. Der kantigeDefensivmann zog weiter:Pforzheim, Regensburg,Dortmund. 1974 dann dieRückkehr, ein festes Inventarim defensivenMittelfeld.

Dann spielte er immer, 169Spiele in fünf Jahren. Inbester Erinnerung sein Gewaltschussim November-Derby ’77, zum 2:1 sechsMinuten vor Ende gegen denMaiersepp. Der pensionierteLehrer und Hobby-Golfer lebtheute in Straubing.

Der Nachbar vom Grünwalder

ZeljkoPerusic (1965 bis1970): Olympiasieger undVize-Europameister 1960 mitJugoslawien, bester Spezl vonPetar Radenkovic. WohntemitFrau und den zwei Kindern inder Wirtstraße, zwei MinutenvomGrünwalder Stadion weg.

Aus Zagreb ins Herz Giesings.Der einzige Feldspieler, der inder Meistersaison 1965/66 alle34 Spiele bestritt. Dank andererTaktik damals noch keinSechser im heutigen Sinne,aber auch im defensivenMittelfeld. Im März 1968machte er sein einziges Tor in138 Bundesliga-Spielen, beim3:2 gegen die Bayern

Gereift zum Führungsspieler

Miroslav Stevic (1994 bis1999): Inzwischen trägt derSportdirektor des TSV 1860oft feines Sakko und einschönes Hemd, stets fein undsauber. In seiner Zeit alsAktiver war das anders, dawar seine Dienstkleidungmeist schmutzig.

Stevicspielte gut vier Jahre für dieLöwen, eine Zeit, in der er zueinem Führungsspieler reifte,weshalb ihn Borussia DortmundEnde 1998 den Löwenabkaufte. „Ich habe ihn hierzu einem überdurchschnittlichenSpieler gemacht.“ Sagtedamals Trainer Lorant. Ingewohnter Unbescheidenheit

 

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