TSV 1860 vor Saisonstart Ortega ist "unzufrieden" – Yegenoglu vor dem Abgang?

Stefan Ortega hat die schlechtesten Chancen auf Einsätze im Kasten der Löwen - spielt er bereits mit dem Gedanken, zu gehen? Foto: Sampics/Augenklick

Der Kader des TSV 1860 ist nach mehreren Zugängen aufgebläht. Präsident Peter Cassalette spricht von weiteren Abgängen. Ein Torhüter ist ein Kandidat, bei einem Youngster deutet sich ein Wechsel an.

 

München – „Der Kader muss reduziert werden.“ Es sind fünf einfache Worte, gesprochen von Löwen-Präsident Peter Cassalette haben sie für die Profis des TSV 1860 aber eine andere Bedeutung. 32 Mann sind nach mehreren Zugängen bei den Sechzgern mittlerweile im Training.

Und damit zu viele, um dauerhaft für Ruhe innerhalb der Mannschaft zu sorgen. Denn angesichts von nur elf Plätzen in der Startformation zum Zweitliga-Auftakt bei Greuther Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr, im Liveticker der AZ) wäre Unzufriedenheit langfristig vorprogrammiert. Das weiß auch Cassalette: „Es ist frustrierend für die Spieler, die dann nur auf der Tribüne sitzen.“

Löwen Kader viel zu groß: Es wird zu Abgängen kommen

Und es ist wenig attraktiv für die Giesinger, denn jeder Spieler ohne Perspektive drückt auf das Budget. In den Wochen, in denen der Transfermarkt bis zum Ende der Wechselfrist (31. August) nochmal Fahrt aufnimmt, wird zwangsläufig auch Bewegung in den Löwen-Kader kommen.

Diese haben mit Jan Zimmermann, Vitus Eicher und Stefan Ortega nunmehr drei Keeper mit Zweitligapotenzial - und damit wohl einen zu viel. Chefcoach Kosta Runjaic legte sich jüngst auf Zugang Zimmermann (zuvor FC Heidenheim) als neue Nummer eins fest.

Eicher kommt indes aus Erding, ist seit 2000 beim TSV 1860 - das senkt vor allem die Perspektive von Ortega. Schon vor Wochen hatte sich dessen Berater Jörg Neblung im Gespräch mit der AZ genervt von den ständigen Rochaden auf der Torhüterposition gezeigt.

Torhüter Ortega ist "unzufrieden"

Die AZ hakte nach der Entscheidung pro Zimmermann am Dienstag bei Ortega nach. „Ich bin unzufrieden. Mehr will ich dazu nicht sagen“, meinte der 23-Jährige. Die Frage nach seiner beruflichen Zukunft ließ der einstige Bielefelder unbeantwortet.

Die Karriere von Sertan Yegenoglu könnte sich dagegen schon bald beim MSV Duisburg fortsetzen. Zumindest berichtet „dieblaue24“, dass der Abwehrspieler ein Kandidat beim Zweitligaabsteiger sei. Unter Runjaic war der 21-Jährige zuletzt außen vor, musste sogar in die U21 ausweichen.

 

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