TSV 1860 stellt Ian Ayre vor Neuer Löwen-Boss witzelt über den FC Bayern

Ian Ayre spricht schon äußerst passables Deutsch. Foto: pm

Ian Ayre beweist bei seiner Vorstellung beim TSV 1860 Humor. Der Engländer weiß offenbar schon bestens über die Rivalität in München Bescheid. Schon an seinem ersten Arbeitstag hat der neue Geschäftsführer einen Seitenhieb an den FC Bayern parat.

München - Ian Ayre hat zum Start bei den Löwen beeindruckt. Der neue Geschäftsführer des TSV 1860 begrüßte die anwesenden Gäste bei seiner Vorstellung in passablem Deutsch. Und zwar in mehreren fließenden Sätzen. Damit hatten offenbar die wenigsten der geladenen Journalisten, Sponsoren und "Edel-Fans" gerechnet. Investor Hasan Ismaik klatschte begeistert Beifall.

Ian Ayre spricht über FC Bayern

Für Gelächter und Begeisterung sorgte der Engländer auch, als er auf den FC Bayern angesprochen wurde. "Ich wusste gar nicht, dass es in München noch einen Fußballklub gibt", sagte der 53-Jährige. Wenn es in der Welt des Fußballs so wäre wie im Dschungel, wäre dann der Elefant der König des Dschungels oder der Löwe, fragte er in die Runde.

Es ist eine selbstbewusste erste Spitze gegen den meilenweit entrückten Stadtrivalen der Sechzger. Die Löwen-Familie dürfte diese mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen. Schließlich soll Ayre das scheinbar Unmögliche angehen: Eine Rückkehr des TSV 1860 ins altehrwürdige Grünwalderstadion samt Neubau einer Arena. Investor Ismaik und viele Fans träumen schon. Die Stadt zeigte bislang keine Gesprächsbereitschaft.

Ian Ayre gibt sich diplomatisch

"Ich werde nichts versprechen, was ich nicht halten kann", meinte Ayre diplomatisch. Ein Problem: Auch die Amateure (Regionalliga) sowie die Bundesliga-Frauen des FC Bayern tragen ihre Heimspiele im Städtischen Stadion an deer Grünwalder Straße aus. Dieses hatte die Stadt bis 2013 für geschätzt 12 Millionen Euro sanieren lassen. Ismaik hatte jüngst einen Kauf des Sechzger-Stadions, so der Volksmund, ins Spiel gebracht.

"Das Grünwalderstadion steht nicht zum Verkauf und wird auch nicht abgerissen", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter anschließend im Gespräch mit der AZ. Die Löwen ließen Ayre bei seiner Ankunft für Social Media indes prompt vor geschichtsträchtiger Kulisse, der Westkurve, fotografieren. Dies und seine markigen Aussagen gegen den FC Bayern dürften Ausdruck seines Selbstbewusstseins sein, mit der er künftig dem Rivalen und den Verantwortlichen der´Stadt begegnet. 

 

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