TSV 1860 Risikoprüfung? Darum brach Ismaik die Verhandlungen ab

Denkt aktuell nicht an einen Verkauf seiner Anteile: Hasan Ismaik. Foto: sampics

Der TSV 1860 hat mit Sigi Schneider und Karl-Christian Bay ein Notpräsidium gefunden, das die Gespräche mit Hansan Ismaik wieder aufnehmen könnte. Lesen Sie hier, warum der Jordanier diese abgebrochen hat.

 

München - Christian Waggershauser hat sein wichtigestes Ziel erreicht: Der neue Verwaltungsrat-Boss hat nur drei Tage nach dem Rücktritt des Löwen-Präsidiums mit Sigi Schneider und Karl-Christian Bay eine Interimslösung gefunden.

Ein Notpräsidium, das aus zwei Personen besteht, die zuvor ebenfalls aus ihren Ämtern (Schneider als Vorsitzender des Verwaltungsrats, Bay als Aufsichtsrat und Beirat) zurückgetreten waren. Und zwei Personen, die als große Gegner des mittlerweile fast allseits ungeliebten Investors Hasan Ismaik gelten.

Außerdem scheint die Ursache für den abrupten Abbruch der Verkaufsgespräche um dessen Anteile gefunden: Wie die „SZ“ schreibt, habe der Jordanier plötzlich ein „binding offer“, also ein verbindliches Angebot gefordert.

Die bisher unbekannte Investorengruppe aus Deutschland habe allerdings eine „Due-Diligence“-Prüfung vorausgesetzt – heißt: eine sorgfältige Risikoprüfung mit Rechtsberatern und Wirtschaftsprüfern, um den Wert der Anteile festzustellen. Leicht auszurechnen, dass dieser Prozess Tage, wenn nicht Wochen gedauert hätte. Prompt brach Ismaik die Verhandlungen ab.

Waggershauser wollte sich gegenüber der AZ nicht festlegen, ob die Gespräche mit dem Gesellschafter bald wieder aufgenommen werden. Die neuen Interims-Bosse der Löwen dürften eine klare Meinung dazu haben – und werden darauf drängen, die Gespräche möglichst bald wieder aufzunehmen.

 

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