TSV 1860 "Ohne Zweifel ein Typ" - Die Reaktionen auf den Wildmoser-Tod

Karl-Heinz Wildmoser wurde 71 Jahre alt Foto: az

"Er war authentisch", "ohne Zweifel ein Typ", aber er hinterließ auch ein "schwieriges Erbe nach einem kometenhaften Aufstieg". Mit Trauer und Betroffenheit ist am Mittwoch die Nachricht vom Tod Karl-Heinz Wildmosers aufgenommen worden.

 

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Rainer Beeck, Löwen-Präsident

Löwen-Präsident Rainer Beeck hat die Meldung von Wildmosers Tod auf der Rückfahrt von einem Kurzbesuch im Trainingslager erfahren: "Mit tiefem Bedauern habe ich die Nachricht zur Kenntnis genommen", wurde er in einer Presseerklärung zitiert. "Karl-Heinz Wildmoser hat über ein Jahrzehnt die Geschicke und Erfolge des Vereins bestimmt. Für uns alle kam sein Tod unerwartet. Im Namen des Präsidiums und der Gremien desTSV München von 1860 möchte ich der Familie mein tiefstes Bedauern aussprechen“, fügte Beeck hinzu

Robert Niemann, Löwen-Geschäftsführer

„Mich berührt die Nachricht sehr, in diesen Tagen, in denen ich die Verantwortung für den Klub übernehme“, sagte der neue Löwen-Geschäftsführer Robert Niemann. „Der Verein, die Fans und der gesamtedeutsche Fußball verlieren eine beeindruckende Persönlichkeit. Die Trauerüber seinen Tod wird sicher über die Vereinsgrenzen hinausgehen. Gerade inder schwierigen Zeit für 1860 kommt es darauf an, dass wir als Team engzusammenhalten und den Verein im Sinne von Karl-Heinz Wildmoser in dieZukunft führen.“

Miki Stevic, Löwen-Sportdirektor

„Karl-Heinz Wildmoser war immer authentisch, ein Typ ohne Zweifel, eine große Persönlichkeit bei 1860 und im deutschen Fußball. Er hatte mich 1994 von Dresden zu den Löwen geholt. Unser Verhältnis war immer freundschaftlich, ein sehr trauriger Tag."

Statement des FC Bayern München

Auch der FC Bayern kondolierte am Mittwoch. Man habe „mit großem Bedauern“ vom Tod Wildmosers erfahren: „Unsere Anteilnahme gilt in diesen Stunden seiner Frau, seiner Familie und den Angehörigen“, hieß es in einer Aussendung.

Christian Ude, Münchner OB

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nannte den Verstorbenen „ein g'standnes Mannsbild und Urbild des bayerischen Gastwirts“. Wildmoser habe den TSV 1860 „als autokratisch regierenderFußballpräsident“ zu einem „kometenhaften Aufstieg bis insSpitzenfeld der Bundesliga geführt und zugleich dem Verein einschwieriges Erbe hinterlassen“, sagte Ude. Er bedaure es zutiefst,„dass seine letzten Lebensjahre überschattet wurden von einer Krise,die sein Fußballengagement wie auch seine familiären Beziehungenschwer belastet hat.“

Gabriele Weishäupl, Wiesn-Chefin

„Er war eine richtige Legende und ein barockes altbayerisches Urgestein. Ich bin erschüttert und traurig. Wir haben ein Stück Wiesn verloren.“ Wildmoser war seit 1981 auf dem Oktoberfest – der Betrieb seinesZeltes sei auch bei der diesjährigen Jubiläumswiesn vom 18. Septemberbis 4. Oktober gesichert, sagte Weishäupl. Er sei mit seiner FrauTherese gemeinsam Vertragspartner für das Fest gewesen. „Sie steigtsofort als unter alleiniger Vertragspartner ein.“

(AZ)

 

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