TSV 1860 Nsereko: „Wer keine Fehler macht, lernt auch nicht“

Einst bei 1860, jetzt im Probetraining in Münster: Savio Nsereko Foto: Sampics/Augenklick

MÜNCHEN - Talent Savio Nsereko, zuletzt von 1860-Coach Maurer hart kritisiert, gibt sich nun geläutert.

 

Zuletzt schwieg er lieber. Dabei war Savio Nsereko der prominenteste Transfer beim TSV 1860 in diesem Sommer. Der U19-Europameister kehrte vom italienischen Erstligisten AC Florenz zurück zu seinem Heimatverein. Doch seitdem lief es – vorsichtig formuliert – unrund. Die Konsequenz von Trainer Reiner Maurer? Am Montag sagte er über den 21-Jährigen: „Klar ist er deprimiert, aber ich kann keine Rücksicht mehr auf ihn nehmen, nur weil er vor zwei Jahren mal ein überragendes Jahr hatte.“ Ob er ihn fürs Duisburg-Spiel am Samstag (13 Uhr, Sky live) nominiert, ließ Maurer offen.

Nun äußerte sich auch Nsereko, der vergangenen Woche wegen eines Infekts gefehlt hatte, selbst. „Ich habe kein Problem damit, was der Trainer sagt", sagte er zur AZ. Ausgesprochen habe er sich nicht mit dem Coach: „Da gibt es nichts zu reden, da gilt es jetzt nur Gas geben – und fertig. Ich will nicht viel rumreden, sondern Leistung bringen." Und dann gab er sich geläutert: „Ich bin jung und mache Fehler. Wer keine Fehler macht, lernt auch nicht daraus." Und weiter: „Ich sehe mich nicht als Star. Ich bin einer von 25. Ich musste nicht mit jemandem reden. Ich bin selber so intelligent und weiß, was gut oder schlecht ist."

Ist das so? Verfehlungen hat er sich tatsächlich schon genug erlaubt: Der Streit um den Elfmeter im Jubiläumsspiel gegen Dortmund und die Weigerung nach dem 2:3 in Bochum mit dem Team auszulaufen.

Reinhard Franke

 

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