TSV 1860 Neu-Löwen: Der erste Check

Neu-Löwe Marin Tomasov Foto: sampics/AK

1860 ist vor dem Wiesn-Hit gegen Braunschweig ungeschlagen. Doch von den Zugängen hat sich der Verein mehr erhofft – die AZ prüft, wer den Erwartungen gerecht geworden ist.

 

MÜNCHEN - Die Löwen wussten, worauf sie sich einlassen. Im Sommer stand ihr großer Kaderumbau an, sechs Zugänge kamen; sie alle zu integrieren, darin sah Trainer Reiner Maurer eine "Mammutaufgabe”. Heute sagt Sportchef Florian Hinterberger mit einem Blick zurück auf die ersten Saisonwochen: "Mir war schon klar, dass es in der Offensive schwierig werden würde.” Und so kam es auch.

Nach fünf Spieltagen hat 1860 noch nicht verloren und die Defensive wusste meist zu überzeugen – doch bei den Neulingen, die vorne Gefahr entfachen sollen, läuft es noch nicht rund. Darunter leidet das gesamte Team. "Wenn man keine Tore schießt, haben es die Neuen schwer”, gibt Maurer zu – doch woran hapert es eigentlich?

Die AZ prüft die Zugänge darauf, wie sehr sie den Erwartungen bisher gerecht wurden:

Ismael Blanco: Ein Tor im Pokal, keins in der Liga, wenig Einsatzzeit. Blancos Eingewöhnung verläuft holprig. Hinzu kommen die Sprachdefizite. Umso glücklicher war der Argentinier, also ihm nun bei der Wiesn-Einkleidung eine Landsfrau (Stammkundin bei Loden Frey) über den Weg lief. Jetzt soll’s auch auf dem Platz rund laufen. "Wir werden ihm jede Unterstützung geben”, verspricht Hinterberger. Erwartungen erfüllt: 20 Prozent.

Moritz Stoppelkamp: Der Sommer-Zugang aus Hannover hadert mit sich. Zwar gelang ihm schon ein Liga-Tor, doch glücklich wirkt er nicht. "Für ihn ist es in der Zentrale schwierig, da er auch für die Defensive arbeiten muss. Vorne hat er noch nicht die Bindung”, sagt Maurer. Immerhin: Stoppelkamp versprach per Twitter: "Nach Regen kommt Sonne.” Erwartungen erfüllt: 20 Prozent.

Marin Tomasov: Der Anfang war schwierig, nun aber kommt der Kroate in Tritt. Bester Beweis: Sein Gala-Auftritt mit Dauergrinsen bei der "Wiesn-Olympiade”. Auf dem Rasen aber hat er sein Können noch nicht voll gezeigt. Maurer: "Seine Entwicklung geht aber in die richtige Richtung.” Erwartungen erfüllt: 50 Prozent.

Grigoris Makos: Die Tracht passt, die Laune steigt, das Comeback rückt näher. Der Grieche (erst ein Spiel) hat seinen Syndesmosebandriss bald überstanden. Nächste Woche kann er vielleicht schon mittrainieren. Makos sagte der AZ: "Ich will endlich allen hier beweisen, was ich kann.” Erwartungen erfüllt: noch nicht bewertbar.

Grzegorz Wojtkowiak: Der Pole will nicht auf seine weiten Einwürfe reduziert werden. Mit recht: Hinten rechts strahlt er Sicherheit und Robustheit aus. Mehr war bislang auch nicht erhofft worden. Erwartungen erfüllt: 70 Prozent.

Moritz Volz: Fünf Mal in sechs Spielen kassierte Sechzig kein Gegentor, als Abwehrspieler könnte sich Volz damit also brüsten. Doch der Zugang von St. Pauli sagt der AZ: "Nach vorne gibt es einiges zu verbessern, da kann ich noch eine Schippe drauflegen.” Erwartungen erfüllt: 70 Prozent.

 

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